Unsachgemäßer Umgang mit Asbest-Material in Gniebing (Feldbach)

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„Es ist dreist, wenn die Gemeinde sich nicht darum kümmert, dass die kritische Entsorgung von Asbest ordnungsgemäß durchgeführt wird, selbst nachdem sie von besorgten Anrainer:innen darauf aufmerksam gemacht wurde."

Beim Abriss des gemeindeeigenen Hauses in Gniebing ist es heute Montag, wie bereits von der KPÖ befürchtet, zu einem bedenklichen Umgang mit asbesthaltigem Baumaterial gekommen. Sowohl das Dach als auch die Außenverkleidung des vor 1990 errichteten Gebäudes bestehen aus asbesthaltigen Eternit-Schindeln und müssen daher unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen und durch entsprechend befugter Firmen entsorgt werden. Obwohl ein unmittelbar angrenzender Anrainer die Gemeinde bereits im Vorfeld auf seine Bedenken hingewiesen hatte, wurden die Schindeln beim Beginn der Abrissarbeiten weder ordnungsgemäß genässt noch einzeln verpackt oder in „Big Bags“ gesammelt, sondern abgeschlagen und liegen gelassen. Erst nachdem der Anrainer die Polizei verständigte, wurden die Arbeiten unterbrochen.

„Es ist dreist, wenn die Gemeinde sich nicht darum kümmert, dass die kritische Entsorgung von Asbest ordnungsgemäß durchgeführt wird, selbst nachdem sie von besorgten Anrainer:innen darauf aufmerksam gemacht wurde. In unmittelbarer Nähe befinden sich Wohnhäuser und in ca. 100 Metern Entfernung der Kindergarten der Gemeinde. Gerade bei asbesthaltigem Material muss die Gemeinde ihrer Verantwortung nachkommen und sicherstellen, dass sämtliche vorgeschriebenen Schutz- und Entsorgungsmaßnahmen eingehalten werden“, kritisiert der Feldbacher KPÖ-Bezirksobmann Markus Pendl.

„Der Vorfall in Gniebing zeigt einmal mehr, dass wir beim Thema Asbest nicht länger wegschauen dürfen. Asbest ist kein Problem der Vergangenheit – noch heute findet sich das Material in zahlreichen Gebäuden und belastet bei unsachgemäßer Entfernung Menschen und Umwelt. Gerade deshalb braucht es vom zuständigen Landesrat Amesbauer endlich eine klare Strategie zum Umgang mit Asbest in der Steiermark. Wo Gefahren für Anrainer:innen bestehen, muss das Land für Kontrolle, Aufklärung und konsequenten Schutz sorgen“, fordert KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz.

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Veröffentlicht: 17. August 2026