Damit Haustiere nicht zur Zielscheibe werden: Strengere Regeln bei Haustierabschüssen
Foto: © Pixabay.com
Immer wieder werden Haustiere in Österreich, häufig auch in der Steiermark von Jäger:innen erschossen. Das steirische Jagdgesetz erlaubt nämlich den Abschuss von Hunden und Katzen im Wald unter bestimmten Voraussetzungen, etwa wenn sie als Gefahr für Wildtiere angesehen werden. Was juristisch nüchtern formuliert ist, bedeutet für die betroffenen Tierhalter:innen aber oft einen schweren emotionalen Verlust. Besonders erschütternd sind Fälle, in denen Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Abschusses bestehen – wie vor einigen Monaten im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, wo eine Mischlingshündin trotz Warnweste erschossen wurde, weil sie offenbar mit einem Fuchs verwechselt wurde.
Die KPÖ pocht daher auf eine deutliche Verschärfung des steirischen Jagdgesetzes. Rückenwind erhält diese Forderung auch aus der Bevölkerung: Eine von Tierschutz Austria initiierte Petition gegen Haustierabschüsse hat bereits mehr als 24.000 Unterschriften gesammelt. Die steirische Jägerschaft hat sich bislang jedoch gegen strengere Regelungen ausgesprochen. Mit einem Antrag will die KPÖ nun den Druck auf die blau-schwarze Landesregierung erhöhen und fordert unter anderem strengere Voraussetzungen für den Abschuss von Hunden und Katzen sowie deutlich höhere Strafen bei rechtswidrigen Haustierabschüssen.
„Für die betroffenen Besitzer:innen ist der Abschuss eines Haustiers kein einfacher Sachschaden, sondern der Verlust eines geliebten Lebewesens. Das Recht, ein Haustier zu erschießen, darf wirklich nur die allerletzte Maßnahme sein und nicht eine Entscheidung, die in wenigen Sekunden getroffen wird und unwiderrufliche Folgen hat. Solange es immer wieder zu solchen Fällen kommt und die Konsequenzen oft kaum spürbar sind, besteht dringender Handlungsbedarf“, betont KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz.
Veröffentlicht: 4. August 2026