Hitzeschutz in Pflegeheimen: Land muss Einrichtungen und Beschäftigte unterstützen
Langanhaltende Hitzeperioden stellen Pflegewohnheime zunehmend vor große Herausforderungen. Gerade ältere und pflegebedürftige Menschen reagieren besonders empfindlich auf hohe Temperaturen und sind einem erhöhten gesundheitlichen Risiko ausgesetzt. Insbesondere die Belastung für das Pflegepersonal steigt: Bewohner:innen müssen häufiger mit Flüssigkeit versorgt, engmaschiger beobachtet und durch zusätzliche pflegerische Maßnahmen vor den Folgen der Hitze geschützt werden, wie auch der Standard berichtet.
Nachdem in der vergangenen Landtagssitzung bereits über Hitzeschutzmaßnahmen in steirischen Spitälern diskutiert wurde, sieht die KPÖ nun auch bei den Pflegewohnheimen dringenden Handlungsbedarf. Die blau-schwarze Landesregierung darf die Einrichtungen beim Hitzeschutz fachlich wie auch finanziell nicht alleine lassen. Dazu gehört etwa, den zusätzlichen Pflege- und Betreuungsaufwand während Hitzeperioden in der steirischen Personalausstattungsverordnung, kurz PAVO, entsprechend zu berücksichtigen.
„Hitzeschutz ist Bewohner:innen- und Beschäftigtenschutz zugleich. Wer während einer Hitzewelle mehr Betreuung und Pflege leisten muss, braucht dafür auch ausreichend Personal und Unterstützung. Eine zeitgemäße PAVO muss den tatsächlichen Pflegebedarf abbilden. Dazu gehört auch der deutlich höhere Aufwand an heißen Tagen. Das schützt die Bewohner:innen und entlastet jene Beschäftigten, die unter ohnehin schwierigen Bedingungen täglich Verantwortung tragen. Das Land muss den Pflegewohnheimen zur Seite stehen, anstatt die Verantwortung auf die einzelnen Einrichtungen abzuwälzen“, fordert KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.
Veröffentlicht: 17. Juli 2026