Bogner-Strauß tritt zurück: Nicht nur Köpfe, sondern auch den Kurs wechseln!

Bogner-Strauß.jpg
Foto: © Bundesministerium für Finanzen, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Paukenschlag in der steirischen Politik: Gesundheitslandesrätin Bogner-Strauß tritt zurück. Ihr nachfolgen soll Karlheinz Kornhäusl.

„Persönlich wünsche ich Juliane Bogner-Strauß alles Gute. Dass die Landesrätin und wir von der KPÖ gesundheitspolitisch aber grundsätzlich andere Vorstellungen verfolgt haben, ist kein Geheimnis. Sie hat die Krise im steirischen Gesundheits- und Pflegewegen, deren Grundstein schon ihr Vorgänger Drexler gelegt hat, mitzuverantworten. Wer so lange untätig bleibt, während sich der Ärzte- und Pflegepersonalmangel immer weiter zuspitzt, die Wartezeiten für OPs immer länger werden und Kassen- und Allgemeinmediziner:innen fehlen, hat die Position schlicht verfehlt“, so KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler in einer ersten Reaktion.

„Juliane Bogner-Strauß war ein Symptom des Problems, nicht die Wurzel. Schon ihr Vorgänger Drexler hat gesundheitspolitische Weichen gestellt, die mittlerweile drauf und dran sind, das steirische Gesundheitswesen zum Entgleisen zu bringen. Was es jetzt braucht, ist nicht nur ein Personalwechsel, sondern eine grundsätzliche Kurskorrektur. Wir werden den designierten Nachfolger Kornhäusl daran messen, wie er sich zu den geplanten Krankenhaus-Schließungen, der Frage des Leitspitals Liezen, der sukzessiven Ausdünnung der Versorgung in den Regionen, dem schleppenden Ausbau der Primärversorgungszentren, der Wahlarzt-Problematik, den fehlenden Ausbildungsplätzen in der Diplompflege und den vielen weiteren drängenden Problemen im steirischen Gesundheitswesen positioniert. Ein ,Weiter so‘ können wir uns in einer Zeit, in der nicht einmal mehr eine durchgehende Notfallversorgung in der ganzen Steiermark gewährleistet ist, nicht leisten“, so die KPÖ-Klubobfrau weiter.

Keine Verbesserung für Kinder, mehr Belastung für Personal – KPÖ kritisiert Kinderbildungsnovelle

02-06-26 Die No­vel­le des Kin­der­bil­dungs- und -be­t­reu­ungs­ge­set­zes stand heu­te im Bil­dungs­aus­schuss auf der Ta­ges­ord­nung. Be­reits im Vor­feld hat sie ins­be­son­de­re bei den Be­schäf­tig­ten für gro­ße Auf­re­gung ge­sorgt. Zen­tra­le Kri­tik­punk­te sind die Höchst­zah­len der Kin­der­gar­ten­grup­pen, die nun oh­ne Ver­fah­ren auf 27 Kin­der…

Wohnunterstützungsgesetz: Weniger Geld für Mindestpensionist:innen?

02-06-26 Seit April ist das ver­schärf­te Wohn­un­ter­stüt­zungs­ge­setz der blau-schwar­zen Lan­des­re­gie­rung in Kraft und schon nach we­ni­gen Wo­chen zei­gen sich be­reits die ne­ga­ti­ven Fol­gen der No­vel­le. Denn, ob­wohl FPÖ und ÖVP ver­spro­chen ha­ben, dass die Ab­schaf­fung der In­fla­ti­ons­an­pas­sung zu kei­nen Leis­tungs­kür­zun­gen füh­ren…

Veröffentlicht: 9. Oktober 2023