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So will die KPÖ die Wohnungskrise entschärfen!

Fördermittel für kommunalen Wohnbau verwenden!

Die Geschäftemacherei mit dem Grundbedürfnis Wohnen nimmt zu. Die ständig steigenden Kosten am privaten Wohnungsmarkt treffen immer mehr Menschen. Mieten, Fernwärme, Strom, Kanal, Müllentsorgung etc. werden jährlich teurer. Es wird zwar viel gebaut, aber sehr oft am Bedarf vorbei. Die KPÖ fordert ein umfassendes kommunales Wohnbauprogramm, um der Krise entgegenzuwirken.

In Ballungszentren wie Graz gibt es viel zu wenig leistbare Wohnungen. Am privaten Wohnungsmarkt schnellen die Preise in die Höhe. Nur ein umfassendes kommunales Wohnbauprogramm kann diesem Trend wirksam begegnen. Seit Jahren steigen Mieten und Betriebskosten deutlich stärker als die Arbeitseinkommen: Plus 22 Prozent beträgt die durchschnittliche Kostensteigerung bei Mieten in der Steiermark von 2011 bis 2017. Im gleichen Zeitraum sind die Einkommen nur um 11.8 % gestiegen.

Am 7. Jänner 2019 betrug die mittlere Gesamtmiete inkl. Betriebskosten in Graz stattliche 11,44 Euro pro Quadratmeter. Ein hoher Anteil an Gemeindewohnungen ist ein wesentliches Instrument, um einem zügellosen Anstieg des Mietzinsniveaus entgegenzuwirken. Das Beispiel Wien mit seinem vergleichsweisen hohen Anteil an Gemeindebauten wird, obwohl auch in einer schwierigen Situation, deshalb auch aus Deutschlands Großstädten neidvoll betrachtet.

Die KPÖ erneuert daher in einem Antrag im Landtag, künftig eigene Wohnbau-Förderkontingente für den kommunalen Wohnbau (insbesondere in Graz) vorzusehen, damit die Gemeinden selbst Gemeindewohnungen bauen können. Es muss auch sichergestellt werden, dass Wohnbauförderungsmittel ausschließlich für Zwecke des sozialen Wohnbaus und für Sanierungsmaßnahmen verwendet werden.

 

7. Juni 2019