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Wohnen wird weiterhin teurer - Für Mietzinsstopp

Claudia Klimt-Weithaler weist auf Widerspruch zu offizieller Inflationsrate hin

„Die offizielle Inflationsrate ist unerheblich. Gleichzeitig klagen sehr viele Menschen darüber, dass Vieles immer teurer wird.“ Auf diesen Widerspruch weist die Sozialsprecherin der steirischen KPÖ, LAbg. Claudia Klimt-Weithaler, hin.
Als besonders drastisches Beispiel nannte sie am Montag die Kosten für das Wohnen.
Die Schere zwischen Inflationsrate und Steigerung der Wohnungskosten geht im Jahr 2009 immer weiter auseinander. Während die allgemeine Teuerung im Oktober mit 0,3 Prozent (VPI) kaum vorhanden war, sind laut Statistik Austria die Mieten im Jahresabstand mit 5,5 Prozent gleich über achtzehnmal so stark gestiegen. Die Mietensteigerungen lagen in allen Monaten des Jahres 2009 weit über der Inflationsrate, wobei sich die Differenz zunehmend erhöht.
Die Preisanstiege bei der Instandhaltung von Wohnungen - durchschnittlich +4,3 Prozent, wo vor allem Material für die Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen teurer wurde, wirken sich ebenfalls negativ auf das Haushaltsbudget aus. Dazu kommen die Verteuerungen für Strom (+5%) und Gas (+8%) sowie die Kostenerhöhung bei den Versicherungen, die um 3,3 % teurer geworden sind.

Klimt Weithaler: „Mit diesen Zahlen werden meine eigenen Erfahrungen nur bestätigt. Immer mehr Menschen können sich die hohen Mieten auf dem privaten Wohnungssektor nicht mehr leisten.
Deshalb tritt die KPÖ dafür ein, vom undurchsichtigen und für Mieter ungünstigen Richtwertsystem abzugehen und wieder zu einheitlichen Mietzinsobergrenzen bei allen Wohnungen zurückzukehren. Als Sofortmaßnahme schlagen wir einen Mietzinsstopp bzw. eine Reduzierung der Richtwerte vor. Außerdem treten wir für einen Kautionsfonds ein, der wenigstens diese Belastung beschränken könnte.“

16. November 2009