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Wohnen: Teuerung entwertet die Wahlversprechen

Elke Kahr: Nur fixe Mietzinsobergrenzen können Besserung bringen

Die Wahlkämpfer reden Tag für Tag vom leistbaren Wohnen. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Teuerungsstatistik, dass die Mieten im Jahresabstand um 5 Prozent teurer geworden sind. Das ist fünfmal so viel wie die allgemeine Inflationsrate!

Darauf wies die Grazer Wohnungsstadträtin am Dienstag hin. Elke Kahr: "Schon vor der Nationalratswahl haben SPÖ und ÖVP beim Thema Wohnen alles Mögliche versprochen und nichts davon eingehalten. Jetzt wiederholen Voves und die ÖVP in der Steiermark dieses Spiel. Hoffentlich haben die Menschen in dieser Frage ein gutes Gedächtnis. Diese Teuerung macht nämlich die Versprechen der Wahlkämpfer wertlos."

Ganz offensichtlich fehlt es in dieser Frage sowohl beim Land als auch beim Bund an politischem Willen. Nach wie vor wird die Wohnraumschaffung viel zu sehr Privaten überlassen, und diese verlangen Mieten, die DurchschnittsverdienerInnen und vor allem PensionistInnen immer mehr abverlangen. Die Schaffung von mehr leistbarem Wohnraum durch die öffentliche Hand und verbindliche Mietpreisobergrenzen müssen endlich in die Wege geleitet werden.

Elke Kahr: "Wir fordern fixe Mietzinsobergrenzen, die Zweckbindung der Wohnbauförderungsmittel und die Schaffung neuer Gemeindewohnungen. Wer auf die Wohnungsspekulanten mehr Rücksicht nimmt als auf die Wohnungssuchenden, hat das Vertrauen der Menschen in der Steiermark nicht verdient."

19. Mai 2015