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Widerstand gegen absurde ÖBB-Pläne

In der Steiermark soll Paketdienst von Schiene auf Straße verlagert werden.

Nach der Ankündigung Direktverbindungen nach Linz und Wien im Personenverkehr einzustellen, ereilt die Steiermark die nächste Hiobsbotschaft der ÖBB. Diesmal ist es der aufgrund des Sanierungskonzeptes der Beraterfirma Roland Berger vorgeschlagene teilweise Auslagerung des Gütertransportes an private Lkw Frächter. Um etwa 6 Milliarden Euro sollen 14.000 zusätzliche private Lkw den Frachttransport der ÖBB in Zukunft abwickeln. Diese vom Vorstand der Rail-Cargo-Austria beschlossene Verlagerung des Stückguttransportes in der Steiermark von der Schiene auf die Straße wird von der KPÖ-Steiermark mit Empörung abgelehnt.

KPÖ-LAbg. Klimt-Weithaler: „Der Plan, zusätzlich 14.000 Lkws mit Fracht der ÖBB durch die Steiermark zu schicken ist wahnwitzig und widerspricht vollkommen allen Verkehrs- und Umweltpolitischen Zielen.“

Über die Hintergründe meint Klimt Weithaler weiter:“Seit der Ausgliederung in mehrere gewinnorientierte Konzerne steht bei den ÖBB statt dem öffentlichem Interesse ausschließlich (aber erfolglos) Profitmaximierung im Vordergrund. Diese Ausgliederung hat dazu geführt, dass Steuergeld verspekuliert wurde, unfähige Politgünstlinge mit Managerposten versorgt wurden, ArbeitnehmerInnenrechte mit Füßen getreten wurden, und die Tarife gestiegen sind. Jetzt kommt noch eine LKW-Schwemme zu dieser Liste hinzu.“

Abschließend fordert Klimt Weithaler „Wir verlangen, dass ein so wichtiger Betrieb wie die Bundesbahnen seine Ziele am Wohl der österreichischen Bevölkerung und nicht an den Konzeptpapieren neoliberaler Beraterfirmen ausrichtet! Die Bundesregierung ist aufgefordert, diesen Unfug zu unterbinden, bevor den Menschen in der Steiermark dadurch Schaden entsteht. Mittelfristig sollte man die Rückführung der ÖBB in die Hände des Staates vollziehen“

5. Oktober 2009