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Claudia Klimt-Weithaler: „Es kommt auf jede Stimme an!“

Wahlkampfbilanz der KPÖ

Spitzenkandidatin Claudia Klimt-Weithaler und die Grazer Wohnungsstadträtin Elke Kahr zogen Bilanz über den Wahlkampf der KPÖ. Ziel der KPÖ ist der Wiedereinzug in den Landtag.

Claudia Klimt-Weithaler betonte, dass der Wiedereinzug schwieriger geworden ist als zuletzt. Zwar sprechen die Umfragen dafür, dass die KPÖ nach 2005 und 2010 erneut in den Landtag einziehen wird, doch die Verkleinerung des Landtags macht die Mandate teurer. Außerdem muss in einem Wahlkreis ein Direktmandat erreicht werden. Im Wahlkreis Graz, wo das der KPÖ zuletzt gelang, ist deshalb ein gutes Ergebnis Voraussetzung dafür, dass die KPÖ im Landtag bleibt: „Es kommt auf jede Stimme an“, so Klimt-Weithaler.

 

Die Unzufriedenheit mit der Politik der „Reformpartner“ ist groß. Die Verwüstungen im Sozialbereich, die Schließung von Spitalsabteilungen und Schulen, die Pflegemisere und die Budgettricksereien haben viele motiviert, sich bei der KPÖ zu engagieren. Im Wahlkampf gab es eine große Bereitschaft, ehrenamtlich mitzuhelfen, dass die KPÖ wieder in den Landtag einziehen kann.

 

Claudia Klimt-Weithaler: „Die KPÖ hat die sozialen Probleme thematisiert, die die Reformpartner verursacht, verschlimmert oder einfach ignoriert haben: Kinderarmut, hausgemachte Arbeitslosigkeit, hohe Wohnkosten und die Spielsucht. Wenn wir wieder in den Landtag einziehen, werden wir wie bisher konstruktive Lösungen suchen. Es darf nicht so weitergehen, dass für die Bevölkerung das Leben immer teurer wird, während sich die Regierung für ihre unsoziale Politik feiern lässt.“

 

Wohnungsstadträtin Elke Kahr: „Wir haben im Wahlkampf keine Versprechungen gemacht, sondern gesagt, wofür wir stehen. Es ist unglaubwürdig, wenn Regierungsparteien kurz vor der Wahl Projekte ankündigen, die sie längst hätten umsetzen können.“

 

Im Wahlkampf setzt die KPÖ vor allem auf das persönliche Gespräch auf Infoständen. Mit 280.000 Euro hat die KPÖ von allen im Landtag vertretenen Parteien das geringste Budget. Das merkt man auch gegenüber der Materialschlacht von SPÖ und ÖVP, die einen „sparsamen Wahlkampf“ versprochen haben, jetzt aber das ganze Land in millionenschweren Kampagnen mit Großplakaten überziehen und in sämtlichen Zeitungen seitenlange Inserate schalten. Auch die FPÖ und die Grünen, die nach eigenen Angaben je fast eine Million Euro ausgeben, schöpfen aus dem Vollen.

29. Mai 2015