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Voves und Schützenhöfer streuen Leuten Sand in die Augen

Bevölkerung muss Vollkasko-Versicherung für Finanzmärkte finanzieren

Drei Tage vor Weihnachten treten LH Voves und sein Stellvertreter Schützenhöfer erneut vor die Kamera, um lächelnd die Schließung von Schulen und Krankenhäusern im Jahr 2012 anzukündigen. Diese würden zu viel Geld kosten, das nicht vorhanden sei. Zwei Tage zuvor hat die EU 489,2 Milliarden Euro in die Finanzmärkte gepumpt, damit diese trotz hochriskanter Spekulationsgeschäfte schadlos gehalten werden.
 

Daran erinnert KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler angesichts der nächsten Phase des sozialen Kahlschlags, die SPÖ und ÖVP nun ankündigen. „Voves und Schützenhöfer drohen noch schlimmere Verheerungen an, als sie bisher angerichtet haben. Drei Tage vor Weihnachten müssen viele zittern, ob sie nächstes Jahr ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Die Politik der Sozialabbaukomplizen fügt dem Land schweren Schaden zu“, so Klimt-Weithaler.

Über 15.000 Euro erhalten die steirischen Befehlsempfänger der Finanzmärkte pro Monat, damit der Geldstrom an die Banken nicht versiegt. Gerade wurden 500 Milliarden ausgeschüttet, weitere 300 Milliarden Euro wurden den Banken für das erste Halbjahr 2012 in Aussicht gestellt. Klimt-Weithaler: „Wenn Voves und Schützenhöfer davon sprechen, dass kein Geld vorhanden ist, dann streuen sie den Leuten Sand in die Augen. Jeder Euro, der bei einer Schule oder einem Krankenhaus eingespart wird, dient dazu, die europäische Vollkaskoversicherung für Spekulanten zu finanzieren. Die künstlichen Beatmung des gescheiterten Euro-Experiments kostet zu viel Geld, hier sollte endlich gespart werden.“

23. Dezember 2011