Vertrag mit Oberösterreich besiegelt: LKH Bad Aussee ist Geschichte

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Mit dieser Kooperation wird nämlich auch die Schließung der Chirurgie besiegelt und damit verliert das Spital endgültig seinen Krankenhausstatus.

Nach monatelanger Ungewissheit ist der Vertrag mit dem Klinikum Bad Ischl nun besiegelt: Ab 1. April werden Patient:innen aus dem Bezirk Liezen übernommen, im Gegenzug überweist die Steiermark dafür jährlich rund 3,8 Millionen Euro nach Oberösterreich. Was als großer Erfolg verkauft wird, hat aber auch Schattenseiten: Der Abschluss des Vertrages über die grenzüberschreitende Spitalsversorgung schreibt nun endgültig das letzte Kapitel in der Geschichte des LKH Bad Aussee als Standardkrankenhaus. Mit dieser Kooperation wird nämlich auch die Schließung der Chirurgie besiegelt und damit verliert das Spital endgültig seinen Krankenhausstatus.

Die KPÖ betrachtet diese Entwicklung auch auf anderer Ebene mit großer Skepsis. Da auch in Oberösterreich stetig Betten abgebaut werden, ist im Ernstfall davon auszugehen, dass die eigene Bevölkerung Vorrang hat – auf Kosten der steirischen Patient:innen. Dazu kommt die jährliche Kündigungsmöglichkeit, wodurch die Versorgungssicherheit der Bevölkerung im Ausseerland Jahr für Jahr aufs Neue auf dem Spiel steht. Außerdem fließen die 3,8 Millionen Euro jährlich nicht in die steirische Gesundheitsinfrastruktur, sondern ins Nachbarbundesland – Geld, das dringend in eine echte Lösung vor Ort investiert werden müsste.

„Was hier als großer Erfolg verkauft wird, bedeutet in Wahrheit das endgültige Aus des LKH Bad Aussee. Das besonders tragische in diesem Kontext ist, wie mit der Bevölkerung umgegangen wurde. Viele Menschen haben sich erhofft, durch einen Wechsel auf dem Landeshauptmannsessel ihre Spitäler zu retten. Für die Menschen setzt sich jetzt aber fort, was die beiden Vorgängerregierungen angefangen haben: Kürzungen, Schließungen und Verschlechterungen in der flächendeckenden Gesundheitsversorgung“, kritisiert KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz.

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