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Verkauf der Sparkassa Knittelfeld

Offener Brief von KPÖ-Gemeinderätin Pacher

Knittelfeld, 10.10.2005

Seit 1945 ist die SPÖ die dominierende Partei in unserer Stadt. Sie hat eine große Mehrheit im Gemeinderat, sie stellt den Bürgermeister und den Finanzreferenten. Die SPÖ hat naturgemäß auch einen großen Einfluss auf unsere örtliche Sparkasse.
Am 26. September war die letzte Gemeinderatssitzung des Knittelfelder Gemeinderats. Dennoch haben wir als KPÖ-Fraktion aus den Medien erfahren, dass die restlichen 49 Prozent der Knittelfelder Sparkasse verkauft werden sollen, mehr noch - vom Verkaufserlöss soll nicht ein einziger Euro in unsere Gemeindekasse fließen.
Diese Vorgansweise kann nicht hingenommen werden. Es kann nicht angehen, dass wichtige Vermögenswerte ohne vorherige Diskussion verkauft werden und dann nur eine handverlesener Kreis von Personen (der Stiftungsrat, im dem nicht einmal ein Knittelfelder Gemeinderat vertreten ist) entscheidet, wofür diese Mittel verwendet werden.

So gibt es Gerüchte, dass Millionen in den Bau der Golfanlage geflossen sind.
Ist die Errichtung einer Golfanlage etwa ein soziales Anliegen?

Andere Gemeinden haben durch den Verkauf ihrer Sparkassenanteile Millionen erhalten. In unserer Gemeinde regiert nur der Sparstift. Der entgültige Verkauf unserer Sparkasse ist auch eine wichtige wirtschaftliche Frage für unsere Region, die Gemeinde verliert dadurch wichtige Einflussmöglichkeiten. Die SPÖ hat in dieser Frage eine hohe wirtschaftspolitische Verantwortung. Wir appellieren an alle handelnden Personen diesen Verkauf noch einmal zu überdenken. Diese wichtige Frage muss auch Thema im Knittelfelder Gemeinderat sein.

Für die KPÖ-Fraktion
Gemeinderätin Ing. Renate Pacher

Rückfragehinweis: 03512 82240

10. Oktober 2005