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Umwelt: Kopfschütteln über ÖVP

Die Steiermark braucht Umweltanwalt
Kopfschütteln über Politikwechsel bei der ÖVP

Die Politik der steirischen ÖVP in Sachen Umweltschutz ist kaum mehr nachvollziehbar. Nach der Initiative zum Kippen der Umweltverträglichkeitsprüfung bei wichtigen Großprojekten soll in der Steiermark anscheinend nach dem Willen von ÖVP-Klubobmann Drexler die Funktion des steirischen Umweltanwaltes abgeschafft werden.

KPÖ-Landesvorsitzender Franz Stephan Parteder betonte am Montag, dass diese Abkehr vom Umweltschutz nach dem Motto „Die Schlote müssen rauchen“ gerade jenen Teil der ÖVP-Anhängerschaft treffen dürfte, der das Schlagwort von der öko-sozialen Marktwirtschaft ernst genommen hat. Die steirischen KommunistInnen erkennen die positive Rolle des bisherigen Umweltanwaltes an und wenden sich entschieden gegen eine Abschaffung dieses Amtes.

„Die KPÖ hat in den letzten Jahrzehnten mehrere Lektionen lernen müssten. Zu den wichtigsten darunter gehört die Erkenntnis, dass ein Kurswechsel hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft ohne eine positive ökologische Entwicklung nicht möglich ist. Wenn eine große Partei wie die steirische ÖVP vergisst, was sie noch vor fünf Jahren gepredigt hat, dann werden praktisch alle Anliegen des Umweltschutzes dem ungehemmten Profitdenken untergeordnet.
Die herrschenden Parteien sollten aber Umweltschutz ermöglichen statt ihn zu verhindern“

Rückfragehinweis: 0316/ 71 2436

28. Februar 2005