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Trofaiach: Nach Privatisierung Missstände in Fischl-Pflegeheim

Pflegeheim Verbena: Gemeinde Trofaiach und Land müssen hinter den Beschäftigten stehen! – „Unerträgliche Geschäftmacherei im Pflegesektor“

Die KPÖ wendet sich entschieden gegen die Entlassung eines der vier Betriebsräte im Verbena-Heim, welche von der Geschäftsführung ausgesprochen wurde.

KPÖ-Gemeinderätin Gabi Leitenbauer: „Nun ist das eingetreten, wovor wir jahrelang gewarnt haben. Kaum hat die Gemeinde ihr Mitspracherecht verloren, versuchen die privaten Eigentümer auf dem Rücken der Beschäftigten ihre Interessen durchzusetzen. Ich fordere Bürgermeister Wagner auf, der Belegschaft seine Solidarität auszudrücken.“

Nach Meinung der KPÖ ist es höchst an der Zeit, dass die Beschäftigten endlich den für sie anzuwendenden BAGS-Kollektivvertrag bekommen. Leitenbauer. „Es ist unerhört, dass sich Eigentümer Fischl weigert, diesen KV zu bezahlen und die Angestellten ihr Recht einzeln einklagen müssen.“

Die KPÖ hat bereits mehrmals im Landtag den zuständigen Landesrat Kurt Flecker mit den skandalösen Zuständen in vielen Pflegeheimen konfrontiert. KPÖ-Landtagsabgeordneter Werner Murgg: „Kurt Flecker muss endlich über den Heimvertrag Druck erzeugen, um Leute wie Harald Fischl in die Schranken zu weisen!“

Der KPÖ-Abgeordnete fordert Flecker auf, im Heimvertrag klipp und klar zu formulieren, dass nur mehr jene Heime aus Steuermitteln die Tagsätze bezuschusst bekommen, die zumindest den BAGS-KV anwenden. Außerdem sei es dringend geboten, den Personalschlüssel in den Heimen anzuheben. Zu wenig und schlecht bezahltes Personal wirken sich schließlich auch negativ auf die Heimbewohnerinnen und -bewohner aus. Werner Murgg: „Es ist auf Dauer unerträglich, dass Flecker vor privaten Geschäftemachern im Pflegesektor unentwegt zurückweicht!“

28. Februar 2008