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Totalversagen beim ÖV führt Umweltzone ad absurdum

Klimt-Weithaler gegen Teuerung und Kahlschlag bei Verbindungen

Erst am Donnerstag wurde bekannt, dass die ÖBB ihre Ticketpreise nach kurzer Zeit erneut erhöhen. Nur einen Tag später erfolgte der nächste Paukenschlag: Die Steiermark wird mehr als 5 Prozent der Postbus-Verbindungen verlieren.

Kritik daran kommt von KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler: „Alle Versuche, die Menschen vom Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu überzeugen, sind so zum Scheitern verurteilt. Die Verbundtarife steigen im Jahresrhythmus und die Streichung von Verbindungen führt zu einer immer größeren Ausdünnung des Angebots, besonders im ländlichen Raum.“

Diese Maßnahme sei weder umwelt-, noch verkehrspolitisch vertretbar und führe die vor kurzem noch stolz präsentierten Klimaziele des Landes ebenso ad absurdum wie die Forderung nach einer Umweltzone, betont die KPÖ-Mandatarin. „Die Entwicklung des ÖV in Österreich zeigt aber auch, wohin die Politik der Ausgliederung und Teilprivatisierung führt: ins verkehrspolitische Chaos. Einerseits werden Menschen mit wirkungslosen Fahrverboten bedroht, andererseits wird die einzige sinnvolle Alternative, der Öffentliche Verkehr, verteuert und zusammengestrichen“, so Klimt-Weithaler.

15. Juni 2012