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Thyssen-Krupp: Sperre ist jetzt amtlich

Manfred Eber hatte bereits am 20. August darauf hingewiesen.

Aus aktuellem Anlass wiederholen wir die Presseaussendung unseres Spitzenkandidaten Manfred Eber zum Thema Thyssen-Krupp vom 20. August 2008. Unserer Meinung nach können wir auf diese Weise auch auf die Kompetenz der steirischen KPÖ in Sachen Arbeitswelt hinweisen. Das hat sich auch in der Frage des Personalabbaus bei Magna-Steyr gezeigt.

Gratkorn: Aufzugswerk wird mit Jahresende gesperrt –
Gewerkschaft im Sozialpartnerschlaf

Während die Großparteien in der Steiermark zur Zeit einen optimistischen Wahlkampf führen, wird vor den Augen der Politiker die Schließung des Thyssen-Krupp-Aufzugswerkes in Gratkorn planmäßig durchgezogen. Die Beschäftigtenzahl hat sich bereits um 50 vermindert. Bis Jahresende will man die Liquidierung des Betriebes vorfristig beendet haben. Ein gewinnbringendes Werk wird zugesperrt, wenn das im Interesse der Profitmaximierung ist. Die Strategie des transnationalen Konzerns ist auf keinen entschlossenen Widerstand von Betriebsrat und Gewerkschaft gestoßen. Auch eine kämpferische Resolution der Arbeiterkammer ist nur auf dem Papier geblieben.
Und im Euro-Betriebsrat von Thyssen-Krupp haben sich die Arbeitnehmervertreter beim Schließungsbeschluss der Stimme enthalten, vermutlich weil es eine Bestandsgarantie für die Betriebe in Deutschland gegeben hat.

Darauf machte Manfred Eber, Spitzenkandidat der steirischen KPÖ bei der Nationalratswahl und selbst Betriebsrat, am Mittwoch aufmerksam. Der KPÖ-Politiker: „Für uns zählen die Schicksale der Menschen mehr als die Profite der Konzerne. Eine Stärkung der KPÖ würde auch die Gewerkschaftsfunktionäre aus ihrem Sozialpartnerschlaf aufwecken.“

11. September 2008