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Therme Fohnsdorf: Die KPÖ hat rechtzeitig gewarnt

Bericht der KPÖ-Gemeindezeitung "Glück Auf", Juni 2006

Die KPÖ-Fohnsdorf hat rechtzeitig vor einem möglichen Finanzdebakel gewarnt.

"Therme:
Das Hin und Her geht weiter – die Gemeinde muss zahlen

In einer kurzfristig einberufenen Gemeinderatssitzung setzte die SPÖ-Mehrheit eine Garantieerklärung über 18 Millionen Euro (248 Mio. S) für das Thermenprojekt durch. Damit übernimmt die Gemeinde das volle Risiko. KPÖ-Gemeinderätin Elfriede Wieser konnte diesem Weg nicht zustimmen: „Dieser unhaltbare Zustand geht auf Kosten der Bevölkerung.“
Die Kritik richtet sich auch gegen die ÖVP, die vor der Nationalratswahl politisches Kapital aus der „unendlichen Geschichte“ Therme Fohnsdorf schlagen will.

Die Gesamtkosten von 23 bis 25 Millionen Euro für das Thermenprojekt soll durch Gemeinde-Eigenmittel, einer Arge aus Baufirmen,) Förderungen von Land und Bund und durch Fremdkapital aufgebracht werden. Anders als immer angekündigt, wird fast kein Privatkapital eingesetzt werden.
Über einen Zuschuss von 2,5 Mio. Euro gibt es einen Grundsatzbeschluss des Landes, auf weitere 2,5 Mio. Euro der österreichische Förderbank austria wirtschaftsservice (aws) hofft man.
Am 19. Juni hat die Landesregierung der Gemeinde die beschlossene Garantieerklärung genehmigt.
Wie riskant das ist, zeigt eine einfache Rechnung:
Damit man die Schulden zurückzahlen kann, müssen pro Tag 548 Besucher in die Therme kommen, 240.000 pro Jahr. Die Therme ist für 600 Besucher konzipiert. Man geht also von einer sehr guten Auslastung aus. Jährlich muss man in Zukunft 1.179.000 € zurückzahlen.
Auf alle Fälle ist auf diese Weise die Verschuldung der Gemeinde, welche bereits 11,1 % ausmacht, nicht zu beheben.

KPÖ-Gemeindezeitung Glück Auf, Juni 2006)

1. Dezember 2009