Stoppt den Verkauf von Gemeindewohnungen in Lieboch!

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Die Liebocher Gemeinde will drei Häuser mit Gemeindewohnungen verkaufen, betroffen sind die Adressen Rupert-Schmid-Platz 5 und 6 sowie Am Mühlbach 22.

„Die Liebocher Gemeindewohnungen stellen auf Perspektive ein wichtiges öffentliches Gut dar, welches die Basis eines sozialen Wohnbaus in einer Gemeinde bildet. Sie tragen dazu bei, dass am privaten Wohnungsmarkt die Mietpreise begrenzt werden und die Leistbarkeit erhalten bleibt“, sagt Gerald Gramm, ein Aktivbürger. Wohnen wird in Lieboch insbesondere durch die nicht gemeinnützigen Bauträger immer teurer, die Spekulation mit Grund und Boden nimmt zu.

Energie und Wohnen haben sich in Zeiten der Krisen weiter stark verteuert und besonders die Liebocher Haushalte mit niedrigem Einkommen sind stark betroffen. Um 40 Prozent sind die Mieten steiermarkweit bereits in den letzten zehn Jahren gestiegen – dabei ist die aktuelle Teuerung noch nicht eingerechnet. Früher gab es in Lieboch auch eine Wohnung für kurzfristige Notfälle z. B. rasche Unterkunft nach Wohnungsbrand, die von der Gemeinde irgendwann wegrationalisiert wurde. Nun droht erneut Gemeinde-Infrastruktur verloren zu gehen.

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Gerald Gramm stellt sich klar gegen den Verkauf der Liebocher Gemeindewohnungen.

Gerald Gramm: „Ein Verkauf der Gemeindewohnungen führt nicht nur zu einer erheblichen finanziellen Mehrbelastung für alle Mieter:innen durch steigende Mietpreise bedeuten, sondern ist auch katastrophal für die Liebocher Jugend. Sie müssen daher unbedingt in kommunaler Hand (der Bürger) bleiben.“

Der Gemeinderat ist gefordert, gegen den Verkauf zu stimmen und einen Beschluss zu fassen, dass zukünftig keine Gemeindewohnungen veräußert werden dürfen. Eher müsste der Bestand ausgebaut und die für Gemeindewohnungen vergleichsweise hohen Mieten gesenkt werden.

22. Dezember 2022