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Steirische Wälder: Wegefreiheit nicht einschränken

Vorschläge der KPÖ zur Verbindung von Umweltschutz und Erholung

„Wir treten für den Schutz der Wegefreiheit in den steirischen Wäldern ein. Vor allem im Umland von Graz wird es Kletterern immer schwerer gemacht, ihren Sport auszuüben“. Das stellt der ehemalige Mixnitzer Fuchswirt und frühere Pächter des Stubenberghauses am Schöckel Jürgen Rossoll fest. Rossoll kandiert als Parteifreier auf der Liste der steirischen KPÖ bei der Nationalratswahl.
Rossoll: „Das Gesetz über die Wegefreiheit gibt es erst seit 1975. Seit Jahren wird aber von Großgrundbesitzern versucht, den Klettertourismus auch im Grazer Bergland stark zu behindern. In der Steiermark wurden insgesamt 12612 Hektar als Schutzgebiete für die Jagd behördlich ausgeschieden. Die Steigerung bei diesen Schutzgebieten beträgt seit 1995 etwa 45 %.“
Während die Jagd- und Großgrundbesitzer in der Politik sehr gut und bis in höchste politische Kreise vertreten sind, fehlt in der Politik die notwendige Vertretung für die Wanderer und Bergsteiger.

Die KPÖ ist für den Umweltschutz und gegen eine Übererschließung der Naturlandschaft um des Profites willen. Wir sind aber auch sehr kritisch gegenüber Behinderungen der Bevölkerung bei ihrem berechtigten Bedürfnis, Alpinsport zu betreiben. Unser Bemühen liegt darin, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Naturschutz und dem Erholungsbedürfnis der Bevölkerungsmehrheit zu finden.
Wir treten für folgende Forderungen ein:

· Keine weiteren Einschränkungen der Wegefreiheit
· Kontrolle der kurzfristig verordneten Betretungsverbote auf ihre Richtigkeit
· Einrichtung einer Ombudsstelle für Wegefreiheit beim Amt der Landesregierung
· Einstellen der Behinderung des Klettertourismus im Grazer Bergland
· Generelle Öffnung der Forststraßen für Mountainbiker – mit Ausnahme der im Gesetz definierten Sperrgebiete.

7. September 2006