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"Steirische KPÖ will Erbe der kämpferischen Sozialdemokratie übernehmen"

Erklärung zum 120. Jahrestag des Hainfelder Parteitages

Der 30. Dezember ist für die gesamte österreichische ArbeiterInnenbewegung ein wichtiges Datum. Vor 120 Jahren fand nämlich in Hainfeld der Einigungsparteitag statt, in dem der Sozialdemokratie die Aufgabe gestellt wurde, die Arbeiterschaft „mit dem Bewusstsein ihrer Lage und ihrer Aufgaben zu erfüllen“.

Die heutige Sozialdemokratie ist hingegen eine Allerweltspartei geworden, die den Kapitalismus auch in Zeiten der Krise verwalten will und die Sozialpartnerschaft wie ein Dogma verehrt. Die Führung der Faymann-SPÖ beruft sich zwar in Worten auf den Hainfelder Parteitag, ihre Taten sprechen aber eine andere Sprache.

In diesem Sinn will die KPÖ in der Steiermark das Erbe der kämpferischen Sozialdemokratie übernehmen. Das stellte Landesvorsitzender Franz Stephan Parteder am Dienstag fest.

Der KPÖ-Politiker: „Der Einigungsparteitag von Hainfeld hat für uns – 120 Jahre danach – wieder eine besondere Bedeutung. Damals ist es Victor Adler gelungen, die verschiedenen Strömungen unserer Bewegung auf marxistischer Grundlage zusammenzuführen.
Heute suchen viele Menschen in unterschiedlichen politischen Lagern – viele von ihnen sind parteimäßig nicht gebunden – nach Antworten auf die Krise des Kapitalismus und nach einem sozialen Ausweg. Sie üben grundsätzliche Kritik am Gesellschaftssystem, das die heutige Krise hervorgebracht hat. Es ist die Aufgabe der KommunistInnen, dazu beizutragen, dass es zu einem wirksamen Widerstand mit der Perspektive einer fortschrittlichen Alternative kommt. Deshalb sind wir zur Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg bereit.
Es kommt darauf an, ein wirksames Gegengewicht zur herrschenden Politik zu schaffen.“

30. Dezember 2008