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Steirische KPÖ unterstützt Proteste der Milchbauern

Antwort auf konzernhörige Politik der EU

Die steirische KPÖ unterstützt die Protestaktionen der Milchbauern und wendet sich gleichzeitig gegen die Haltung von Landwirtschaftskammer und Bauernbund, denen die Gewinne der Molkereien wichtiger sind als die Existenzfragen der Bauern.
Die erneuten Protestaktionen der Milcherzeuger zeigen wie verzweifelt die Bäuerinnen und Bauern sind. Die Politik darf sich nicht länger vor ihrer Mitverantwortung drücken“, sagte Landesvorsitzender Franz Stephan Parteder am Montag.
Die KPÖ setzt sich für die Stärkung der Position der Milchbäuerinnen und -bauern ein. Sie müssen endlich die Chance erhalten, auf Augenhöhe mit Handel und Molkereien faire Preise auszuhandeln. Das faktische Erpressungskartell des Handels, bei welchem wenige Einkäufer den Preis bestimmen, wird aber nicht angetastet.
Die niedrigen Milchpreise sind Produkt einer an den Konzernen orientierten EU-Agrarpolitik. Anstatt sich nach der Nachfrage zu richten, werden die Betriebe auf einen spekulativen und ruinösen Weltmarkt ohne soziale und ökologische Verantwortung ausgerichtet. Dieser Dumping-Wettbewerb hat mehr Verlierer als Gewinner. Das kostet Arbeitsplätze in den Dörfern und ökologisch wichtiges Grünland. Aber nicht nur kostendeckende Erzeugerpreise fehlen. Es steigen zusätzlich die Kosten der Landwirtschaftsbetriebe für Düngemittel, Energie, Ackerland und Pacht.
Wer vor diesen Problemen der Milchbauern die Augen verschließt und nur die derzeit niedrigen Konsumentenpreise für Milch im Auge hat, handelt mehr als kurzsichtig“.

14. September 2009