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Steiermark: Ergotherapie endlich als Kassenleistung verfügbar

KPÖ setzte sich erfolgreich für Verbesserung der Gesundheitsversorgung ein

In der Steiermark wird die Ergotherapie seit Anfang Juli von der Gebietskrankenkasse als Zusatzleistung übernommen. Das war vorher nur unter Inkaufnahme eines hohen Selbstbehalts möglich, wodurch viele Patientinnen und Patienten diese wirksame Therapie nicht in Anspruch nehmen konnten. Die steirische KPÖ drängte auch im Landtag darauf, diese Leistung künftig der gesamten Bevölkerung zugänglich zu machen, unabhängig von der finanziellen Situation. Die GKK reagierte nun, freut sich Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

Schlaganfall ist die häufigste Ursache für eine bleibende Behinderung im Erwachsenenalter. Die gesundheitspolitische Zielsetzung kann daher nur sein, die bestmögliche Schlaganfallversorgung zu sichern. Die Steiermark war in der Akutversorgung mit nahezu flächendeckenden Stroke-Unit-Einrichtungen in den Spitälern schon bisher gut aufgestellt. In der Rehabilitation zeigt sich jedoch ein anderes Bild: So war keine lückenlose Betreuung nach der Akutversorgung möglich. Die PatentInnen mussten in der Steiermark für eine zehnstündige Ergotherapie nahezu den doppelten Selbstbehalt bezahlen wie Versicherte der Gebietskrankenkasse Oberösterreich.

Ein Großteil der 25.000 Personen, die jährlich in Österreich einen Schlaganfall erleiden, benötigt ein ergotherapeutisches Angebot. 60.000 Menschen leiden an Spätfolgen. „Die Gesundheit darf keine Frage der finanziellen Möglichkeiten sein, die Ergotherapie muss allen zur Verfügung stehen, die sie benötigen, um den Alltag nach einem Schlaganfall wieder bewältigen zu können. Ich hoffe, dass alle Kassen dem Beispiel der GKK folgen“, so Klimt-Weithaler.

8. Juli 2014