Steiermark: Bus und Bahn ab 1. Juli wieder teurer

KPÖ fordert Stopp der Teuerung – 2,30 Euro für eine Stundenkarte ist kein Anreiz zum Umstieg auf den ÖV

Am 1. Juli 2017 wird der Verkehrsverbund die Tarife für den Öffentlichen Verkehr in der Steiermark wieder um 1,6 % anheben, wie bereits im vergangenen Jahr. Die Teuerung kann bei einzelnen Tarifen, etwa bei Stundenkarten, auch höher ausfallen. Angesichts der niedrigen Treibstoff- und Energiepreise müssten die Tarife sinken, betont KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

Die Teuerung bei den im Verbund zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen liegt jedes Jahr weit über der Teuerungsrate. Grundlage dafür ist eine Vereinbarung aller im Verbund vereinten Unternehmen, jährlich Preiserhöhungen bis zum 1,75-Fachen des Verbraucherpreisindexes durchzuführen. Lediglich die Landeshauptstadt Graz hat unter dem Druck der KPÖ den Preis für die Jahreskarte deutlich gesenkt.

Die KPÖ fordert seit langem, dass die vom Land Steiermark in den Lenkungsausschuss entsendeten Mitglieder gegen die geplante Tariferhöhung stimmen. Eine Vertragsänderung ist überfällig, um die jährlichen Preisanhebungen zu stoppen. Ein entsprechender Antrag wurde SPÖ, ÖVP und FPÖ im Vorjahr abgelehnt, nachdem zunächst geringere Verteuerungen in den Raum gestellt wurden.

KPÖ-LAbg. Claudia Klimt-Weithaler: „In Zeiten großer Belastungen für die Bevölkerung und der Feinstaubproblematik im Großraum Graz ist eine automatische Teuerung des Öffentlichen Verkehrs unzumutbar. Günstige Energiepreise müssen an die Bevölkerung weitergegeben werden. Insbesondere Pendlerinnen und Pendler werden benachteiligt, wenn sie öffentliche Verkehrsmittel verwenden. Das Land muss endlich seinen Einfluss geltend machen und die automatische Teuerung zu Fall bringen.“

 

16. März 2017