Steiermark: Besserer Zugang zu Kindererholung

Unterstützung nach 17 Jahren endlich angehoben

Klimt_Weithaler30.jpg

Jedes fünfte steirische Kind wächst an oder unter der Armutsgrenze auf. Bei Erholungsaktionen für Kinder konnte auf Antrag von KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler endlich eine Verbesserung erzielt werden.

In den letzten Jahren wurden von Seiten der steirischen Landesregierung mehrere Kürzungen vorgenommen, die Kinder und Jugendliche getroffen haben. Das spiegelt sich auch in der rasant ansteigenden Kinderarmut wider: Jedes fünfte steirische Kind wächst an oder unter der Armutsgrenze auf. Bei Erholungsaktionen für Kinder konnte auf Antrag der KPÖ nun eine Verbesserung erzielt werden.

Das Land Steiermark unterstützt sowohl Kinderferienveranstalter als auch einkommensschwache Eltern, damit Kinder und Jugendliche an Erholungs- und Ferienaktionen teilnehmen können – in der Regel in Ferienlagern mit einem auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnittenen Programm. Für viele ist das die einzige Möglichkeit, Urlaub zu machen.

Nur Familien, bei denen das Pro-Kopf-Einkommen die Höhe von 1.100 Euro nicht überschreitet, können diese Förderung beziehen. Die Höhe der Unterstützung beträgt (je nach Einkommen) zwischen 55 und 165 Euro für eine Woche Aufenthalt. Diese Summen wurden seit 2001 nie erhöht. Außerdem ist wegen der niedrigen Einkommensgrenze die Zahl der Kinder, die von der Ferienaktion profitieren, jährlich zurückgegangen:

  • Im Jahr 2001 wurden laut Rechnungsabschluss noch 135.200 Euro (inflationsbereinigt: 185.741 Euro) für die Kindererholung ausgegeben.
  • 2016 betrug die Gesamtförderung nur mehr 59.685,14 Euro.

Durch den Beschluss des zuständigen Ausschusses im steirischen Landtag, der am 8. Jänner 2019 gefasst wurde, kommt es zu mehreren Verbesserungen. So wird die Einkommensobergrenze auf 1300 Euro erhöht, die Zuschüsse selbst steigen an und die Altersgrenze wird um ein Jahr auf 16 erhöht. KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler: „Die Kindererholungsaktionen sind für viele Kinder aus Familien mit geringem Einkommen die einzige Möglichkeit, die Ferien außerhalb der eigenen vier Wände zu verbringen. Dass der Zugang dazu nun erleichtert wird, ist zwar nur ein kleiner Schritt im Kampf gegen Kinderarmut, aber für die einzelnen Kinder und Jugendlichen kann es sehr viel bedeuten.“

9. Januar 2019