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"SPÖ keine Option mehr für arbeitende Menschen"

Ehemalige SPÖ-Mitglieder kandidieren auf der Liste der KPÖ

Bei einer Pressekonferenz der KPÖ in Liezen verkündete KPÖ-Landtagsabgeordneter Werner Murgg heute eine Überraschung: Mit Milan Buschenreiter und Alina Skrlec kandidieren zwei ehemalige Mitglieder der SPÖ bzw. der Sozialistischen Jugend auf der Liste der KPÖ. Sie wollten weitere Spitalsschließungen nicht mittragen.

Milan Buschenreiter: „Die SPÖ hat keine Glaubwürdigkeit mehr. Die KPÖ ist für uns das, was die SPÖ gerne wäre: eine sozial gerechte, ehrliche Partei. Deshalb kandidieren wir als nunmehr Unabhängige auf der Liste der KPÖ.“ Buschenreiter steht auf der Landesliste der KPÖ auf dem 8. Platz, Skrlec auf dem 18.

 

Auf die Frage nach den Beweggründen für den kürzlich erfolgten Austritt aus der SPÖ: „Die Sparpolitik führt zur Ausdünnung der ländlichen Regionen. Als wir SPÖ-intern erfuhren, dass ab 2016 massive Kürzungen drohen, etwa auch die Schließung der Spitäler in Bad Aussee und Rottenmann, bekamen wir einen Maulkorb verpasst. Da hat es uns gereicht“, so Buschenreiter, der mit rund 40 Gleichgesinnten aus der SPÖ und der SJ diesmal der KPÖ zum Wiedereinzug in den Landtag verhelfen will.

 

Werner Murgg: „Wenn man das so hört merkt man sehr schnell: die SPÖ mit ihrer Zusperrpolitik ist keine Option mehr für die arbeitenden Menschen. Je mehr Menschen das begreifen, desto besser. Wichtig ist aber auch, dass auch innerhalb der SPÖ etwas in Bewegung kommt. Dass sich da jetzt etwas tut ist eine erfreuliche Entwicklung.“

12. Mai 2015