Spitäler in Liezen – So werden Fallzahlen künstlich gesenkt

KPÖ ruft zu „Nein“ bei Volksbefragung auf

Die Landtagssitzung am 2. April wurde mit einer Debatte um die künftige Gesundheitsversorgung im Bezirk Liezen eröffnet. Bekanntlich will die Landesregierung die drei Krankenhäuser in Bad Aussee, Schladming und Rottenmann schließen und durch ein einziges Spital ersetzen. Am Sonntag findet eine Volksbefragung im Bezirk statt, die KPÖ ruft zu einem „Nein“ auf.

Um für die Schließungen der Spitäler eine Grundlage zu schaffen, werden die Bedingungen künstlich verschlechtert, wirft KPÖ-LAbg. Werner Murgg der Landesregierung vor. So werden Patientinnen und Patienten weit herumgeschickt, obwohl eine Behandlung vor Ort möglich wäre. Erst heute wurde ein Fall bekannt, in dem ein Mädchen aus Judenburg wegen einer geplatzten Lippe nach Graz geschickt wurde, was viele Stunden in Anspruch nahm.

Heftige Kritik übte LAbg. Werner Murgg an der SPÖ: „Wenn es wirklich so ist, dass alle Experten für das Leitspital sind: Warum stellen Sie sich nicht der Bevölkerung, warum verstecken Sie sich? Sie waren nicht bei der Informationsveranstaltung in Stainach, sie waren nicht in Bad Aussee, Sie waren nicht in Rottenmann.“

An Gesundheitslandesrat Drexler richtete Murgg sein Schlusswort: „Auch wenn es in der Werbung anders dargestellt wird, insgesamt würde es im Bezirk nach den Schließungen weniger Betten geben als jetzt. Ich bin überzeugt davon, dass die Menschen das Spiel durchschauen und Sie noch lange an der Volksbefragung zu knabbern haben werden“.

Link zum Facebook-Video der Rede von Werner Murgg im Landtag, wo er mit ÖVP-Landesrat Drexler SPÖ-Klubobmann Schwarz Klartext spricht: https://www.facebook.com/kpsteiermark/videos/400278630807999/

2. April 2019