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Spiele statt Brot

Podiumsdiskussion zur Flugschau 2011 in Zeltweg

Mit 800.000 Euro fördert das Land Steiermark trotz "Sparkurses" die RedBull Flugshow des österreichischen Bundesheeres. Unter anderem, um dem menschenrechtswidrigen Regime in Saudi-Arabien eine Bühne zur positiven Selbstdarstellung zu bieten. Brauchen wir sowas wirklich? Dieser Frage geht eine Podiumsdiskussion im zeitlichen Umfeld der Airpower11 nach.  Mehr

Airpower 2011
Spiele statt Brot?
Steuermittel für Waffenschau in Zeiten von Belastungspaketen?
 
Es diskutieren:
LAbg. Claudia Klimt Weithaler, Sprecherin der KPÖ Steiermark
NRAbg. Werner Kogler, Sprecher der Grünen Steiermark
Sebastian Pay, Sozialistische Jugend
Ing. Bernhard Hammer, Wirtschaftskammer Steiermark,
                        Regionalstellenobmann Murtal
Dipl. Ing. Alexander Fürdös, Autor der Studie


„Wirtschaftliche Bedeutung der Airpower“
Montag, 27. Juni 2011
Kulturhaus Knittelfeld, Weißer Saal
Beginn: 19.00 Uhr

Licht ins Dunkel

Highlight saudische Adler

Einer der Hauptwerbeträger für die Airpower ist die Aktion "Licht ins Dunkel". Die Mittel, die dort gesammelt werden, dienen dazu, von öffentlicher Seite angeblich unfinanzierbare soziale Anliegen zu bezahlen.

Was offenbar sehr wohl aus öffentlichen Mitteln finanziert werden kann, ist eine Werbeveranstaltung bei freiem Eintritt (sofern man sich nicht für das VIP-Package entscheidet) für einen Getränkehersteller und das saudische Regime, das seine Auslegung islamischen Rechts über die Menschenrechte stellt und  wo für Frauen das  Autofahren ebenso verboten ist wie Reisen ohne Erlaubnis eines männlichen Vormunds. Die "Fliegerhelden" dieses Regimes bilden ein "Highlight" der Airpower11 und dürfen mit ihren britischen Jets die heimischen Alpen versauen.

Was bringt die politische Klasse dazu, so etwas zu fördern? Ist es die „Umwegrentabilität"? (Ein Begriff, der uns sagt: Es ist zwar nicht rentabel, aber irgendwie wirds schon zurückkommen.)

Oder geht es darum das Wähler/innen/volk curch gute Unterhaltung bei Laune zu halten, selbst dann noch, wenn für viele Leute die Daseinsvorsoge nicht mehr gewährleistet werden kann?

 

 

30. Mai 2011