Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich für Maria Cäsar

Der Bundesminister für Kunst und Kultur, Dr. Josef Ostermayer, verlieh der Widerstandskämpferin Maria Cäsar für ih­ren „un­er­müd­li­chen Ein­satz für De­mo­k­ra­tie und An­ti­fa­schis­mus“ das Sil­ber­ne Ver­di­enst­zei­chen der Re­pu­b­lik Ös­t­er­reich

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Am 10.2.2016 erhielt die ehemalige Widerstandskämpferin und Zeitzeugin, die Kommunistin Maria Cäsar, im Kongresssaal des Bundeskanzleramtes das Silbernen Verdienstzeichen der Republik Österreich überreicht. Bei der Ehrung ging Bundesminister Josef Ostermayer auch auf die jüngsten Vorfälle - u.a. die Begründung der Staatsanwaltschaft Graz zur Einstellung eines Verfahrens gegen einen Aula-Artikel, der KZ-Häftlinge als "Landplage" und "Massenmörder" bezeichnet hat - ein. Daher sei es - wie er ausführte - für ihn eine große Ehre, "heute Menschen auszeichnen zu dürfen, die in ganz schwierigen Zeiten Widerstand gegen das NS-Unrechtsregime geleistet haben und die sich auch danach dafür eingesetzt haben, dass diese Phase unserer Geschichte mit ihren Gräueln nicht vergessen wird."
Neben Maria Cäsar wurde auch die Überlebende des KZ Ravensbrück Irma Trksak und der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der NS-Opfer-Verbänd, Gerhard Kastelic, ausgezeichnet.

Bewegtes Leben
1920 geboren, war Cäsar ab 1934 beim Kommunistischen Jugendverband und in der Untergrundarbeit aktiv. 1939 kam sie für über ein Jahr in Haft, danach war sie weiter gegen die Nazis aktiv. Nach der Befreiung Österreichs engagiernte sie sich in diversen antifaschistischen Organisationen und trat für eine demokratische Entwicklung des Landes ein.

Heute ist sie Mitglied des Landesverbandes Steiermark der österreichischen AntifaschistInnen, WiderstandskämpferInnen und Opfer des Faschismus und war viele Jahre Landesvorsitzende des KZ-Verbandes. Als Zeitzeugin warnt sie bis heute in Schulen und der Öffentlichkeit vor den Gefahren des Rechtsextremismus.

Wichtiges Vorbild
Gerade heute sei es laut Ostermayer wichtig, daran zu erinnern, was passieren könne, wenn Menschen sich verhetzen ließen: „Maria Cäsar, Gerhard Kastelic und Irma Trksak sind uns in ihrem Engagement wichtige Vorbilder und haben gezeigt, dass man sich nicht einschüchtern lassen darf“, sagte der Bundesminister.

14. Februar 2016