Archivierte Artikel: Die enthaltenen Informationen sind möglicherweise veraltet.

Sebastian Wisiak bundesweiter Spitzenkandidat des KSV

..hofft, Mandat bei der Hochschülerschaftswahl zu verteidigen

Der Kommunistische StudentInnenverband hat Sebastian Wisiak (24) als Spitzenkandidaten für die diesjährigen ÖH-Wahlen nominiert. Der Medizinstudent ist Bundesvorsitzender des KSV und seit 4 Jahren Studienvertreter an der Meduni Graz. “Unser Hauptziel ist die Ausweitung der direkten Mitbestimmung und der universitären Demokratie. Wir leben im 21.Jahrhundert, aber wenn man sich
manche Strukturen anschaut, wähnt man sich im tiefsten Mittelalter. Es
braucht mehr demokratische Kontrolle in der Gesellschaft, auch an den
Universitäten.”

Konkret möchte der KSV die verpflichtende Abhaltung von
Studierendenversammlungen und regelmäßige Befragungen zu studienbezogenen Themen einführen. Gerade in Wahlzeiten wird immer wieder versprochen:“Wählt uns, wir machen alles besser!” Die Realität sieht anders aus, und gerade bei der ÖH, die keinerlei legislative Kompetenzen hat, ist derEinfluss sehr gering.

Der KSV ist der Ansicht, dass deshalb das Hauptaugenmerk auf die Mobilisierung der Studierenden für ihre Interessen liegen muss. Das soll schon im kleinen Bereich, in den Studienvertretungen beginnen.

Anlehnend daran, spricht sich Wisiak für absolute Transparenz aus.
StudierendenvertreterInnen müssen den Studierenden rechenschaftspflichtig sein und sie ständig in ihre Arbeit (zB. in Kommissionen, Senat) einbinden. Dadurch wird nicht nur das Vertrauen und Verständnis gestärkt, es kommen auch verstärkt Rückmeldungen in Form von Kritik und Vorschlägen, die die weitere Arbeit verbessern helfen.
Der ÖH muss es zuerst gelingen, dass die Studierenden wieder Vertrauen in sie gewinnen, dann kann sie auch große Projekte wie die komplette Abschaffung der Studiengebühren, oder die Wiedereinführung der StudentInnenfreifahrt in Angriff nehmen.

Die anstehende Abhaltung von E-Voting sieht Wisiak skeptisch: “Hier wird
mit einem äußerst fragwürdigen Instrument herumexperimentiert. Minister Hahn sollte das aufgewendete Geld lieber den Universitäten zukommen lassen.”

Ablehnend auch die Haltung gegenüber den geplanten Studieneingangsphasen.
“Das ist nur ein Versuch flächendeckend Zugangsbeschränkungen einzuführen. Die Auslese nach einem oder zwei Semestern ist ungerecht und enthält auch sozialen Sprengstoff. Die Lösung auf die Platzprobleme in einigen Studienrichtungen ist die Ausweitung der Finanzierung, nicht die
Beschränkung der Plätze.”

(Aussendung des KSV)

16. April 2009