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Schule: Voves-Wutausbruch zeigt Begrenztheit der Modellversuche

"Der Weg zur gemeinsamen Schule ist steinig und schwer"

Der Weg zur gemeinsamen Schule der 10 – 15jährigen ist mehr als steinig und schwer. Er ist mit sehr bösen Überraschungen gepflastert. Das sagte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Donnerstag nach dem Wutausbruch von Landeshauptmann Voves.
Nicht nur, dass die beschlossenen Modellregionen höchstens ein Schneckentempo in Richtung Gesamtschule vorgeben, es fehlen auch die notwendigen finanziellen Mittel für ihre Umsetzung in der Steiermark.
Parteder: „Die steirische KPÖ beteiligt sich nicht an den vordergründigen und lautstarken Auseinandersetzungen der Regierungsparteien. Wir wiederholen heute nur, was unser Schulsprecher Mag. Andreas Fabisch schon beim Abschluss des angeblichen Schulkompromisses vor einigen Wochen gesagt hat.

Es ist für das gesamte Schulwesen in Österreich traurig, dass keine zusätzlichen Mittel für die Schulen zur Verfügung gestellt werden. Unter dem Schlagwort „kostenneutral“ verbirgt sich ein Verteilungskampf auf Kosten von Lehrern, Eltern und Schülern.

Die KPÖ ist ohne Wenn und aber für die gemeinsame Schule der 10 – 15jährigen. Österreich hat in Wirklichkeit einen Nachholbedarf von Jahrzehnten, um ein Schulsystem zu schaffen, das keine sozialen Barrieren aufrichtet. Da die Entscheidung für den passenden Schultyp nach der Volksschule stark vom sozialen und dem Bildungshintergrund der Eltern abhängt, kann es mehr Chancengerechtigkeit nur durch die Gesamtschule geben. Die verschränkte Ganztagsform sehen wir als Möglichkeit, Probleme der Nachmittagsbetreuung sowie des Nachhilfewesens zu reduzieren.“

6. Dezember 2007