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Schlaganfall: Steiermark hinkt bei Ergotherapie nach

KPÖ-Initiative für bessere Nachbetreuung von PatientInnen

Schlaganfall ist die häufigste Ursache für eine bleibende Behinderung im Erwachsenenalter. Die Steiermark ist in der Akutversorgung mit nahezu flächendeckenden Stroke-Unit-Einrichtungen in den Spitälern gut aufgestellt. In der Reha zeigt sich jedoch ein anderes Bild: So ist keine lückenlose Betreuung der SchlaganfallpatientInnen nach der Akutversorgung möglich.

Betroffene müssen in der Steiermark für eine zehnstündige Ergotherapie nahezu den doppelten Selbstbehalt zahlen wie PatientInnen der Gebietskrankenkasse Oberösterreich. In der Steiermark gibt es ein Stundenkontingent von 10.000 Stunden, das entspricht lediglich fünf VollzeittherapeutInnen. In Oberösterreich gibt es hingegen Verträge mit 48 ErgotherapeutInnen. Auch in Niederösterreich sind 30 bis 40 Planstellen vorgesehen. Die Folge ist, dass in der Steiermark lange Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen, wodurch die Betreuung von SchlaganfallpatientInnen jener in anderen Bundesländern hinterherhinkt.

KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler: „Bei der Ergotherapie wird am falschen Platz gespart. Wir brauchen dringend einen Lückenschluss im niedergelassenen Bereich und ein breiteres therapeutisches Angebot in der Steiermark.“

Die KPÖ forderte Landesrätin Edlinger-Ploder in einem Antrag auf, ein Konzept zum Ausbau der Ergotherapie in Folge von Schlaganfällen zur Minimierung der Langzeitfolgen in der Steiermark vorzulegen.

10. Juli 2013