Sarah Kröpfl: Immer noch sind Frauen weltweit Gewalt ausgesetzt

Am 25.November haben die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ begonnen. Wie notwendig und wichtig diese jährliche Initiative leider ist, zeigt der folgende Text

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Weit verbreitet ist beispielsweise die Genitalverstümmelung an Frauen, welche oft nicht als solche bezeichnet wird, da es sich um ein „normalisiertes Ritual“ handelt, Somalia weist mit 97% eine der höchsten Raten weltweit auf.1 Auf der Flucht geht der Wahnsinn für viele Frauen weiter, so müssen einige „im Haushalt arbeiten“ um Geld für den weiteren Weg zu verdienen- was bedeutet dass sie zu Sexsklavinnen gemacht werden, einige werden auch von Schleppern vergewaltigt und geschlagen. 2 Durch die Geschlechterselektion in vielen Ländern der Welt, kommt es zu Kindstötungen und Vernachlässigungen von Mädchen. Obwohl weltweit über hundert Millionen Frauen fehlen, kommt es zu Gewalt an Frauen die sich gegen die Selektion wehren, auch Kinder- und Zwangsheirat sowie der Mädchenhandel nehmen zu. Die Frau wird als Ware gesehen, die ge-und verkauft wird. Teilweise werden auch Gruppenvergewaltigungen in Indien mit der Frauenknappheit in Verbindung gebracht.3 Mädchen werden von Vietnam nach China verschleppt, zur Prostitution gezwungen oder als Ehefrauen verkauft. Viele Frauen und Mädchen werden von organisierten Menschenhändlern verprügelt, vergewaltigt und versklavt.4  In Südostasien wird schnell erkennbar was für einige (u.a. österreichische) Touristen Hauptgrund der Reise ist- überall sieht man Männer mit einheimischen Frauen, die deren Töchter, Enkelinnen oder Urenkelinnen sein könnten; Sextourismus ist ein unübersehbares Problem, auch in anderen Regionen der Welt. Zum Glück gibt es Proteste gegen Zwangsverstümmelungen, Gegenmaßnahmen zur Geschlechterselektion, Hilfsorganisationen gegen Menschenhandel uvm. Frauen und Männer aus aller Welt versuchen gegen die Probleme anzukämpfen; doch der Kampf darf nicht aufhören und in Österreich sollte wie überall auf der Welt keine Vergewaltigung verschwiegen, kein Schlag eingesteckt werden, es muss gemeinsam dagegen angekämpft werden!

1 Cornelia Grobner in: Südwind, Nr.10 Oktober 2015, S.36ff.

2 Mathilde Schwabeneder, Karim El Gawhary, Auf der Flucht, 2015, S.97-102.

3 Vanessa Baird, Irmgard Kirchner in: Südwind Nr.12, Dezember 2013, S. 27-32.

4 Philip Martin in: Südwind Nr.12, Dezember 2013, S.35f.

Sarah Kröpfl

8. Dezember 2015