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Politbetrieb wird ins Groteske verzerrt

Über Stronach, seine Partei ..und über den Kommunisten Toni Adelmann

Frank Stronachs Vater: Der Kommunist Toni Adelmann
Stronach selbst: Kein Partner für die KPÖ

Da der Unternehmer Stronach dieser Tage viele Schlagzeilen macht, erinnern wir an seinen Vater: Der Kommunist Toni Adelmann war Dreher bei der ELIN in Weiz, schon in der Zwischenkriegszeit KPÖ-Mitglied und ein entschiedener Gegner der Nazis. Nach Angaben von Frank Stronach selbst war Adelmann in der Nazizeit mehrmals inhaftiert und zeigte in dieser Zeit bemerkenswerten Mut. Laut der deutschen Zeitschrift stern „wetterte (er) verbissen gegen Pfaffen und Aristokratie. Ein gefährlicher Kampf in einer Region, deren Einwohner gerade reihenweise vom Herrgott zu Hitler überliefen.“ Stronach laut Profil: „Mein Vater war ein Erzkommunist“.[i/]

Die steirische KPÖ ist auch heute noch solchen Genossen wie Toni Adelmann verpflichtet und versucht, entsprechend den heutigen Bedingungen fortschrittliche Politik zu entwickeln.

Für die KPÖ ist eine Stronach-Partei keine Konkurrenz. Im Gegenteil: Der KPÖ-nahe GLB ist in einigen Magna-Werken mit Betriebsräten vertreten und setzt sich dort für die Rechte der Arbeiter und gegen die Konzerninteressen ein.

Ein Milliardär, der aus steuerlichen Gründen eine Briefkastenadresse im schweizerischen Kanton Zug hat, kann für arbeitende Menschen keine Alternative zu den herrschenden Parteien sein.

Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler hat deshalb im Sommergespräch des ORF-Steiermark betont: „Jemand, der hergeht und als Leitsatz hat, dass derjenige die Regeln macht, der das Geld hat, mit so einem Menschen kann ich ganz sicher nicht zusammen arbeiten. Und wenn ich mir vorstelle, dass es dann nur mehr Politik geben soll für Menschen, die genug Geld haben, dann wird es mir schlecht.“

Unser Land braucht eine soziale Alternative zu den EU-hörigen Regierungsparteien. Das Auftreten von Stronach bedeutet aber eine Übertreibung des herrschenden Politbetriebes ins Groteske.

23. August 2012