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Pflegezentrum Knittelfeld: Aussiedelung ist eine Zumutung

Pacher (KPÖ): Rechtzeitiger Umbau hätte menschliches Leid verhindert!

Die Brandschutzmängel im Pflegezentrum Knittelfeld waren schon lange bekannt. Trotzdem wurde die Sanierung aufgeschoben. Anstatt dass die öffentliche Hand Vorbild ist, werden die eigenen Vorschriften erst in letzter Sekunde eingehalten. Das sagte die Knittelfelder KPÖ-Stadträtin Renate Pacher zur unzumutbaren Aussiedlung der BewohnerInnen des Pflegezentrums Knittelfeld.

Zur Erinnerung: Für die Schi-WM in Schladming sind mindestens 190 Millionen Euro geflossen, zum Teil kreditfinanziert, also noch lange eine Belastung für das Budget. Bei der Schi-WM wurden Einsparungen nicht einmal andiskutiert. Der Antrag der KPÖ, „die veranschlagten Kosten für die Schi-WM 2013 in Schladming ebenfalls um 25 Prozent zu kürzen“ wurde im Landtag von SPÖ, ÖVP und FPÖ abgelehnt.

Wären die Mittel rechtzeitig freigegeben worden, hätte der Umbau umsichtig erfolgen können. Die unmenschliche Aussiedelung von PflegeheimbewohnerInnen wäre nicht notwendig gewesen.

Renate Pacher: „Es ist für einen alten Menschen schon eine gewaltige Umstellung, von zu Hause in ein Pflegeheim zu gehen. Dann vom vertrauten Heim noch einmal aussiedeln zu müssen, ist sicherlich ein traumatisches Erlebnis. Auch für das betroffene Personal ist die Situation nicht leicht.“

Dieser Fall zeigt deutlich, wie wenig SPÖ und ÖVP alte Menschen in Wahrheit Wert sind. Für Events, bei denen man medienwirksam glänzen kann, fließen Millionen. Für den hochnotwendigen Umbau von Pflegeheimen kommen die Mittel erst in letzter Sekunde – welches menschliche Leid dadurch verursacht wird, ist offenbar egal.

Veröffentlicht: 15. Mai 2013

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