Pflege braucht keine leeren Versprechen – sie braucht Gerechtigkeit

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Die Menschen in der Pflege brauchen keine Symbolpolitik und keine Karotten, die man ihnen vor die Nase hängt. Sie brauchen faire Rahmenbedingungen, Entlastung im Alltag – und eine Alterssicherung, die diesen Namen verdient.

Anlässlich des heutigen Tages der Pflege fordert die KPÖ einmal mehr echte Verbesserungen für die Beschäftigten, anstatt unausgegorener Reformen und symbolischer Ankündigungen. Die von der Bundesregierung geplante Reform der Schwerarbeitspension für Pflegekräfte klingt zwar nach Fortschritt – doch wer genauer hinsieht, erkennt schnell: Was als Lösung verkauft wird, könnte sich für viele als Luftschloss erweisen.

Wer jahrzehntelang in der Pflege arbeitet, Tag und Nacht für andere da ist, hat sich einen früheren Ruhestand ohne Abschläge verdient“, betont KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler. „Doch die Realität sieht anders aus. Viele, vor allem Frauen, können keine durchgehende Erwerbsbiografie mit 45 lückenlosen Versicherungsjahren vorweisen. Das heißt, wer Kinder betreut hat, studiert oder sich weitergebildet hat, bleibt auf der Strecke.

Ein Praxisbeispiel aus dem Arbeitskreis Gesundheit und Pflege der KPÖ verdeutlicht die Problematik: Eine Kollegin, die seit dem 18. Lebensjahr ohne Karenzzeiten vollzeitbeschäftigt war, bringt es mit 60 Jahren auf 43,3 Versicherungsjahre. Von Frühpension kann da keine Rede sein.

Die KPÖ fordert daher konkrete Antworten auf drängende Fragen:

  • Werden Kinderbetreuungszeiten über das vierte Lebensjahr hinaus angerechnet?
  • Können Ausbildungszeiten nachgekauft werden?
  • Was gilt für Menschen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien?

Die Menschen in der Pflege brauchen keine Symbolpolitik, sondern endlich faire Rahmenbedingungen, echte Entlastung im Arbeitsalltag und eine Alterssicherung, die diesen Namen verdient.“, fordert Klimt-Weithaler.

Graz fordert: Keine Verschlechterung des Pflegeschlüssels!

23-01-26 Die Lan­des­re­gie­rung plant ei­ne Kür­zung des Per­so­nal­schlüs­sels in Pf­le­ge­wohn­hei­men. Al­lein in Graz wä­ren rund 2.400 Heim­be­woh­ner:in­nen von ei­ner sol­chen Kür­zung di­rekt be­trof­fen. Als Pf­le­ge­wohn­heim­be­t­rei­be­rin trägt die Stadt Graz hier ei­ne be­son­de­re Ver­ant­wor­tung, denn sie ist der öf­f­ent­li­chen Da­s­eins­vor­sor­ge verpf­lich­tet –…

»Schutz des Grazer Trinkwassers muss oberste Priorität haben!«

23-01-26 Im De­zem­ber stell­te KPÖ-Ge­mein­de­rä­tin Mi­riam Her­lics­ka im Ge­mein­de­rat ei­nen An­trag, der die Si­cher­heit des Gra­zer Trink­was­sers in Zu­sam­men­hang mit dem ge­plan­ten Mur­kraft­werk in St­ü­bing zum In­halt hat­te. Wie sich her­aus­s­tell­te zur rech­ten Zeit.   

SWÖ: KPÖ unterstützt gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen

21-01-26 Am 26. Jän­ner star­tet die fünf­te Ver­hand­lungs­run­de für die Kol­lek­tiv­ver­trä­ge der So­zial­wirt­schaft Ös­t­er­reich. In Vor­be­rei­tung dar­auf fin­det zur Stun­de in Graz ei­ne Be­triebs­rä­te-Kon­fe­renz statt. Mit da­bei KPÖ-Ge­mein­de­rat Phi­l­ipp Ul­rich, selbst Be­hin­der­ten­be­t­reu­er/Pf­le­geas­sis­tent und Be­triebs­rat bei Le­bens­Groß.

Veröffentlicht: 12. Mai 2025