Peacehour statt Airpower

"Veranstaltung mit dem größten CO2-Ausstoß österreichweit"

Max Berger (Friday for Future); Maja Höggerl (SJ); Erwin Webersink (Grüne); Renate Pacher (KPÖ)

KPÖ, Grüne und SJ luden am 26. August zu einem Pressegespräch nach Judenburg, um ihre gemeinsame Alternativveranstaltung zur Airpower unter dem Motto "Peacehour statt Airpower" anzukündigen. Neben KPÖ-Stadträtin Renate Pacher, Grünen-Bezirkssprecher Erwin Webersink und SJ-Landesvorsitzender Maja Höggerl, sprach sich auch der "Fridays for Future"-Aktivist Maximilian Berge gegen die Airpower aus.

In ihrer Begrüßung stellte Renate Pacher klar: "Die Airpower ist wahrscheinlich die Veranstaltung mit dem größten CO²-Ausstoß österreichweit. Statt in Klimaschutz fließen Millionen in diese Veranstaltung." Für die KPÖ ist auch der friedenspolitische Aspekt ein wichtiger Punkt: "Faszination für Technik wird zum werben für Kriegsgerät mißbraucht. Dabei gehört Krieg und Rüstung zu den Klimakillern Nr.1. Allein die US-Armee verbraucht mehr Energie wie die meisten kleinen und mittelgroßen Länder."

Maja Höggerl ist selbst aus Zeltweg: "Die Airpower belastet die Region nicht nur ein paar Tage, der Lärm beginnt schon ein Monat davor. Lärm- und Schadstoffausstoß sind eine Zumutung für Menschen, Tiere und Pflanzen." Auch Höggerl lehnt Kriegspropaganda ab: "Eurofighter wurden gebaut um zu töten. Wenn Millionen vor Krieg und Bomben fliehen ist es sicher nicht zeitgemäß, Kampfflugzeuge zur Belustigung fliegen zu lassen. Das Geld für die Airpower wäre jedenfalls in Infrastruktur, nachhaltige Arbeitsplätze und Forschung investiert."

Max Berge, "Fridays for Future"-Graz hat sich in einem Brief an Bundespräsident Alexander von der Bellen gewandt und die Absage der Airpower gefordert. In einer Antwort wurde auf darauf hingewiesen, dass die Präsidentschaftskanzlei für die Veranstaltung nicht zuständig ist. Der Klimaaktivist weißt darauf hin das zum Schadstoffausstoß der Flugzeuge, auch der massive Energieverbrauch bei der Anreise von Gästen und Fluggeräten kommt.

Der Bezirkssprecher der Murtaler Grünen, Erwin Webersink, betont dass die Kritikpunkte die Airpower von Beginn an begleiten und kündigt an, dass für die Alternativveranstaltung wieder die Klimaforscherin Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb als Referentin gewonnen werden konnte. Die Vorstragsveranstaltung findet am 04. September, 18:30 im Kulturhaus Knittelfeld statt.

Erwin Webersink: "Die Kritik an der Airpower wird größer, auch wir sind heute durch "Fridays for Future" verstärkt. Aber auch Verteidigungsminister Thomas Starlinger, hätte die Airpower, aus finanziellen Gründen, am liebsten abgesagt." Webersink hofft daher in diesem Jahr die letzte Airpower ertragen zu müssen.
 

26. August 2019