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ÖGB: Peter Scherz zieht kritische Jahresbilanz

"Arbeiter brauchen Verhältnisse, in denen Spekulanten nicht das Sagen haben"

Nach dem Verkauf der Gewerkschaftsbank Bawag und vor dem Gewerkschaftskongress im Jänner 2007 muss man feststellen, dass die gute Stimmung auf der Ebene von Regierung und Sozialpartnern für die oberste Führung des ÖGB wichtiger ist als eine tiefgreifende Reform der Gewerkschaftsbewegung. Die Arbeiterinnen und Arbeiter brauchen aber Verhältnisse, in denen die Spekulanten nicht mehr das Sagen haben. Nur durch eine konsequente und wirksame Vertretung der Interessen der unselbständig Beschäftigten kann verlorenes Vertrauen zurückgewonnen werden. Supergehälter und bezahlte Zwei- bis Dreifachfunktionen für Gewerkschafts-Spitzenleute sind abzulehnen.

Das stellte der steirische AK-Rat Peter Scherz vom KPÖ- nahen Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) in seiner Erklärung zum Jahreswechsel fest.

Peter Scherz: „Der steirische GLB wünscht allen arbeitenden Menschen in unserem Land ein friedliches Neues Jahr und soziale Gerechtigkeit“.

21. Dezember 2006