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Millionenpleite Europeum: Großzügige Belohnung für Aufsichtsrat

Murgg (KPÖ): Land zahlt 35.000 Euro „Entschädigung“ aus

Eine Millionenpleite des Landes Steiermark stellt das Europeum in Mariazell dar. Das gescheiterte Konferenzzentrum, das bald in eine Lebzelterei umgewandelt werden soll, ist das Ergebnis von krassen Fehleinschätzungen, mangelndem Realitätssinn und fehlendem finanziellen Verantwortungsbewusstsein.

Wie ein Hohn wirkt angesichts der verschwendeten Millionen die Tatsache, dass LH Voves und sein Stellvertreter Schützenhöfer in der heutigen Landtagssitzung (17.1.2012) beschließen lassen, den sieben Aufsichtsratsmitgliedern der „Europeum GmbH“ 35.000 Euro an Aufwandsentschädigung zur Verfügung zu stellen. Dies wird als „außerplanmäßige Ausgabe“ verbucht.

LAbg. Werner Murgg: „Der Aufsichtsrat war nicht unbeteiligt, als das Europeum in den Bankrott getrieben wurde. Auch wenn es für das Landesbudget nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, ist es skandalös, dass die Aufsichtsräte jetzt auch noch belohnt werden. In wichtigen Bereichen wie der Jugendwohlfahrt werden sinnvolle Leistungen gestrichen, weil angeblich kein Geld mehr dafür da ist. Für ein bestimmtes Klientel wird aber sogar außerplanmäßig das Budget geändert. So wird das Geld verschleudert.“

17. Januar 2012