Mikis Theodorakis 1925–2021

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Foto: Heinrich Klaffs, CC flickr

Der große griechische Komponist und Antifaschist Mikis Theodoriakis ist im Alter von 96 Jahren verstorben.

Mikis Theodoriakis war schon als Kind musikalisch begabt und schrieb erste Lieder. Seine Musikausbildung wurde aber früh unterbrochen, als Griechenland von der deutschen Wehrmacht besetzt wurde schloss sich mit 17 Jahren dem Widerstand an. Er wurde mehrmals inhaftiert und kämpfe für die griechische Volksbefreiungsarmee gegen den Faschismus.

Nach dem Krieg konnte er seine Ausbildung fortsetzen und studierte in Paris Musik. In der Folge entstanden seine ersten großen Werke, wie die Mauthausen-Kantate, er entwickelte sein Konzept vom „zeitgenössischen Volkslied“. Er blieb aber auch politisch aktiv und vertrat das Linksbündnis EDA im griechischen Parlament. Nach der erneuten faschistischen Machtübernahme im Jahr 1967 musste er in den Untergrund gehen, wurde dann aber doch verhaftet und verbrachte die folgenden Jahre im Konzentrationslager Oropos.

Durch eine starke internationale Solidaritätskampagne gelang es seine Freilassung zu erwirken. Er gab weltweit 500 Konzerte in den nächsten vier Jahren und wurde zum Symbol des Widerstands gegen die griechische Diktatur. Nach deren Ende kehrte er nach Griechenland zurück und blieb aktiv, musikalisch wie politisch. 2012 nahm er, bereits im Rollstuhl sitzend, an einer Demonstration gegen die Troika teil und wurde von einer Ladung Tränengas schwer verletzt.

2. September 2021