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Maiaufruf: Steirische KPÖ für Arbeitszeitverkürzung

Demonstration und Maifest in Graz

Wer hätte das gedacht, dass die arbeitenden Menschen am 1. Mai 2007 für den 8-Stunden-Tag und gegen die 60-Stundenwoche demonstrieren müssen? Es ist aber so. Die SPÖ hat im Regierungseinkommen dem Druck der Großkonzerne auf die Flexibilisierung der Arbeitszeit voll und ganz nachgegeben. Was ÖVP und FP im Zeichen der „sozialen Kälte“ nicht geschafft haben, gelingt jetzt einem Gusenbauer. Das steht im Koalitionsabkommen der österreichischen Bundesregierung:

• Generelle Ermächtigung an den Kollektivvertrag, die tägliche Normalarbeitszeit auf bis zu 10 Stunden anzuheben
• 12-Stunden Schichten durch Kollektivvertrag bei arbeitsmedizinischer Unbedenklichkeit
• Anhebung der täglichen Normalarbeitszeitgrenze bei Gleitzeit auf 10 Stunden.
• Lockerung des Kündigungsschutzes für Lehrlinge.

Am 1. Mai gehen wir gegen diese Verschlechterungen auf die Straße und fordern eine generelle Arbeitszeitverkürzung auf 35 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. Wir fordern einen gesetzlichen Mindestlohn und eine Mindestsicherung von 848 Euro. Das Geld dafür ist vorhanden: Das zeigen die Millionenprofite der Großkonzerne und die Steuergeschenke für die Unternehmer.

Kein Geschäft mit der Spielsucht

Mit Glücksspielen werden Milliardenumsätze und gewaltige Gewinne erzielt. Die Verlockungen, es einmal mit einem Spiel zu versuchen, werden täglich mehr. Die Zahl an Casinos und Wettcafes hat eine Rekordhöhe erreicht, im Internet werden ständig neue Glücksspiele angeboten, die den Menschen das Geld aus der Tasche ziehen.
Die Schattenseiten dieser Entwicklung ist ebenfalls nicht mehr zu übersehen: Tausende Menschen wurden bereits durch Spielsucht finanziell ruiniert, nicht wenige gerieten auf die schiefe Bahn, um ihre Spielsucht finanzieren zu können. Zusätzlich zu diesen menschlichen Tragödien muss auch festgestellt werden, dass der Allgemeinheit mittlerweile hohe Kosten dieser dramatischen Entwicklung zu tragen hat.
Die zuständigen Politiker schauen oft weg oder begünstigen das Ausufern des Glückspielangebotes sogar. Um sie aufzurütteln fordern wir wirksame Maßnahmen gegen die zunehmende Spielsucht!

Nein zur EU

Viele Menschen wollen nicht, dass die Konzerne Höchstprofite machen, während Arbeitslosigkeit und Armut weiter wachsen. Sie wollen nicht, dass die Versorgung der Menschen mit elementaren Gütern wie Wasser und Energie in den Händen der Konzerne liegt. Sie wollen nicht, dass die Jagd nach Maximalprofiten die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit in Frage stellt. Sie wollen keinen ungehemmten Kapitalismus, sondern eine Gesellschaft der Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit.
Deshalb muss der soziale und ökologische Umbau der gesamten Produktions- und Lebensweise mit der Umverteilung der Einkommen und Vermögen verknüpft werden. Wer etwas für die große Mehrheit der Bevölkerung erreichen will, der muss der winzigen Minderheit der Reichen und Superreichen etwas wegnehmen und die Macht des Kapitals zurückdrängen. Deshalb verlangen wir eine Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von oben nach unten.
Die KPÖ bekräftigt 50 nach der Gründung der EWG ihre grundsätzliche Kritik an der EU und tritt weiterhin in Österreich und auch auf gesamteuropäischer Ebene fir demokratische und soziale Alternativen zu diesem Wirtschaftsblock ein, der eine immer stärkere militärische Rolle spielen will. Die EU kommt uns allen viel zu teuer! Mit der EU gibt es keinen Frieden. Daher: Für einen ehebaldigst möglichen Austritt aus der EU!

Hoch die internationale Solidarität
Der 1. Mai ist der internationale Kampf- und Feiertag der arbeitenden Menschen. Die steirische KPÖ ist solidarisch mit den weltumspannenden Bewegungen für Frieden, Demokratie und sozialen Fortschritt. Unsere Demonstration in Graz soll ein Beitrag dazu sein.
Hoch der 1. Mai

Heraus zum 1. Mai 2007 in Graz!

Demonstration:
10.00 Treffpunkt Südtiroler Platz
11.00 Maidemonstration
über Hauptbrücke und Hauptplatz zum Eisernen Tor.
Abschlußkundgebung mit KPÖ Stadträtin Elke Kahr und GLB-Arbeiterkammerrat Peter Scherz

Maifest im Volkshaus
Lagergasse 98 a
ab 14 Uhr:
Eröffnung des KPÖ-Bildungszentrums im Volkshaus – mit Dietrich Kittner und Ernest Kaltenegger

15.00 Musik:
9dlinger und die geringfügig Beschäftigten

17.00 Musik:
the perfect styrian Sound ramblerz

17. April 2007