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Lohnkürzung: Nachgeben ist der falsche Weg

KPÖ-Kritik an Flecker und dem Magna-Steyr-BRV

Scharfe Kritik an Landeshauptmannstellvertreter Flecker und am Magna-Steyr Angestellten- BRV Günter Pepper übte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Freitag.
Sie hatten Gehaltskürzungen in diesem Grazer Grossbetrieb bereits als Tatsache hingenommen. Die KPÖ unterstützt die Position von GLB-Betriebsrat Peter Scherz, der gefordert hatte, gemeinsam alle Versuche zurückweisen, im Zeichen der Krise die Gehälter zu kürzen.

Parteder: „Mit dem freiwilligen Gehaltsverzicht bei Magna-Steyr droht ein Damm zu brechen. Wenn das Management hier durchkommt, können wir mit einer flächendeckenden Welle von Lohnkürzungen unter dem Zeichen einer falsch verstandenen Solidarität rechnen.

Während die Profite unangetastet bleiben und Banken mit Milliarden Euro aus Steuergeldern unterstützt werden, startet man einen Wettlauf nach unten, der die Krise verschärfen wird. Wir brauchen eine Stärkung der Massenkaufkraft und keine Einschnitte bei den Einkommen der Mehrheit der Bevölkerung“.

Der KPÖ-Politiker betonte, dass die Herrschenden anscheinend nichts aus der Krise der Dreißigerjahre des 20. Jahrhunderts gelernt haben: „Auch damals gab es zuerst flächendeckende Lohnkürzungen und Einschnitte im Sozialsystem, während gleichzeitig Pleitebanken mit Steuergeldern gestützt wurden.“

27. März 2009