Lohnkürzung in Spitälern als "Dank" für Einsatz in der Krise?

KPÖ gegen Pläne von ÖVP-Landesrat Drexler

Nie war eine Nulllohnrunde besser argumentierbar als heute“: Mit diesen Worten kündigt Personallandesrat Christopher Drexler (ÖVP) eine De-facto-Lohnsenkung im Landesdienst an. KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler bezeichnet eine Nulllohnrunde als indiskutabel – das sei „eine Verhöhnung jener Menschen, die in der Corona-Krise unter schwierigen Bedingungen das Gesundheitssystem am Laufen gehalten haben“.

Die im Bund verhandelten 1,45 %, über die sich LR Drexler in einem Interview „enttäuscht“ zeigt, gelten nicht einmal die Teuerung ab. Eine Nulllohnrunde wäre also eine spürbare Kürzung der Einkommen von tausenden Beschäftigten. Die Unterstellung Drexlers, die Landesbediensteten würde ohnehin ihr Geld nicht ausgeben, sondern aufs Sparbuch legen, zeigt, dass er den Bezug zu jenen Menschen, für die er als Personalreferent verantwortlich ist, verloren hat.

Im Frühjahr wurde das Pflege- und Gesundheitspersonal noch beklatscht, jetzt wird der Sparstift angesetzt. Das ist aus Sicht der KPÖ die falsche Antwort auf den Personalmangel in diesen Berufen. „Landesrat Drexler sollte nicht von seinem eigenen Gehalt auf tausende Beschäftigte im Landesdienst schließen, die keine Spitzengehälter beziehen. Beim Leitspital Liezen, von ihm selbst in Auftrag gegeben, werden dafür hunderte Millionen unnötig verplant. Hier zeigt die türkis gefärbte ÖVP wieder einmal, was sie wirklich von den arbeitenden Menschen hält“, so LAbg. Claudia Klimt-Weithaler.

20. November 2020