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Leoben: Sparkassenfiliale Lerchenfeld vor Schließung

KPÖ kritisiert Auswirkung des Verkaufs der Städtischen Sparkasse

Seit der letzten Leobener Gemeinderatssitzung ist es amtlich: Die Filiale der Sparkasse in Lerchenfeld wird demnächst geschlossen. Nach den Filialschließungen in Hinterberg und Judendorf die nächste geschlossene Sparkassenfiliale.

KPÖ-Gemeinderat Karl Mlinar: „Mit Lerchenfeld trifft es einen Stadtteil, welcher mit Infrastruktur ohnehin nicht gesegnet ist. Das Postamt wurde bereits geschlossen, auf eine Apotheke warten die Bewohner schon seit langem. An all dem zeigt sich, was der Verkauf von öffentlichem Eigentum bedeutet.
Deshalb trat die KPÖ seinerzeit vehement gegen den Verkauf unserer Leobener Sparkasse an die Steiermärkische auf. Leider blieb die KPÖ damals mit ihrer Haltung im Gemeinderat alleine! Heute zeigen sich die Folgen des Verkaufs. Geschlossene Filialen soweit das Auge reicht.
Die Schließung der Filiale in Lerchenfeld wird von den Sparkassenverantwortlichen mit der geringen Kundenfrequenz gerechtfertigt. Das zeigt die Geisteshaltung der neuen Eigentümer. Hoher Profit geht vor einer solidarischen Basisversorgung der Bevölkerung. Die Schließung
der Lerchenfelder Filiale trifft zusätzlich jene Lerchenfelderinnen und Lerchenfelder, die mangels Mobilität ihre Arztrezepte in der Sparkassenfiliale abgeben und dann dort ihre Medikamente geliefert bekommen.“

Die steirische KPÖ weist darauf hin, dass Filialschließungen auch nach dem Verkauf der Sparkasse Bruck-Kapfenberg an die Steiermärkische vorgenommen worden sind.

Veröffentlicht: 20. April 2006

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