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Leoben: Es geht um die Pausenregelung

KPÖ an der Seite der Buschauffeure der Verkehrsbetriebe

Neue Pausenregelung für Busfahrer sorgt für Zwist

Bei den Verkehrsbetrieben der Stadtwerke Leoben sorgen betriebliche Änderungen für Unzufriedenheit bei den Buschauffeuren.

Die Pausenregelung muss bleiben“, fordert Werner Murgg, KP-Stadtrat. Diese Regelung betrifft die Buschauffeure der Stadtwerke Verkehrsbetriebe, die, wie Murgg erklärt, mit März dieses Jahres von der Betriebsführung geändert worden sei. Seit 1988 existiere zwischen Betriebsrat und Stadtwerke Verkehrsbetriebe eine Vereinbarung, die unter anderem die Pausenzeiten und den Schichtdienst regle. Aufgrund dieser Vereinbarung hätten Buschauffeure bisher pro Schicht zwei Mal 30-minütige Pausen konsumieren können. Außerdem habe pro Turnus den Chauffeuren nur an drei Tagen die Schicht geteilt werden dürfen. „Jetzt gibt es vier geteilte Schichten beziehungsweise nur zwei 15-minütige Pausen. Letztlich geht es bei den Maßnahmen darum, durch den geänderten Schichtdienst Personal einzusparen“, ist Murgg überzeugt.

Von den betroffenen 25 Busfahrern hätten sich 21 geweigert, auf die neuen Bedingungen einzusteigen und einige hätten die Stadtwerke auf Einhaltung der Vereinbarung aus dem Jahre 1988 geklagt. Eine erste Verhandlung am Arbeits- und Sozialgericht hat bereits stattgefunden.

Neben der mangelnden Informationspolitik der Gemeinde kritisiert Murgg: „Die Buschauffeure verdienen unsere Solidarität. In Zeiten, in denen die Gemeinde Millionen Euro für Einkaufszentren und Au-Vision ausgibt, dürfen wir nicht zulassen, dass das Gemeindebudget am Rücken der Beschäftigten saniert wird“, so der KP-Stadtrat.

(Kleine Zeitung, Region Leoben, 6.6.07)

6. Juni 2007