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Leoben: Ehrengrab für Max Muchitsch gesichert

Freiheitskämpfer für ein demokratisches Österreich

Es bestand die akute Gefahr, dass die Grabstätte für den 2005 verstorbenen Max Muchitsch am Leobener Zentralfriedhof aufgelassen wird. Das konnte nun verhindert werden.

Die Stadtgemeinde Leoben hat sich entschlossen, Max Muchitsch ein Ehrengrab zu widmen. Das wurde im Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Max Muchitsch verdient diese späte, posthume Würdigung vor allem aus zwei Gründen: Als Mitglied der Partisanengruppe Leoben-Donawitz kämpfte Max Muchitsch aktiv gegen die nazifaschistischen Besatzer Österreichs. Bereits in der Moskauer Deklaration von 1943 haben sich die Alliierten zum Wiedererstehen eines freien Österreich bekannt.

Allerdings verlangten die Alliierten von Österreich auch eigene Anstrengungen, um dieses Ziel zu erreichen. Dazu haben die Partisanen nicht unwesentlich beigetragen. Max Muchitsch hat aber nicht nur an dieser Front große Leistungen für ein freies, demokratisches Österreich vollbracht.

Max Muchitsch hat mit Gleichgesinnten in den Maitagen des Jahres 1945 die Sprengung großer Teile der Werksanlagen der damaligen Alpine-Donawitz durch die Nazis verhindert. Muchitsch und die Seinen entwaffneten den Werksschutz und retteten so die Werksanlagen. Max Muchitsch leitete das Internat der Werksschule der Alpine und war nach dem Krieg lange Jahre Angestelltenbetriebsrat. Er ist Autor der Bücher „Die Rote Stafette” und „Die Partisanengruppe Leoben-Donawitz”.

19. Februar 2015