Leitspital Liezen: „Garantie“ ist unglaubwürdig!

Nicht nur Grundstück, sondern das gesamte Konzept könnte sich als ungeeignet erweisen

Seit einem Jahr ist bekannt, dass das Grundstück, auf dem das „Leitspital“ Liezen entstehen soll, belastet ist. Alle Bedenken wurden seitens der Landesregierung vom Tisch gewischt. Nun sind neue Informationen aufgetaucht, die die Eignung des Baugrundes in Frage stellen. Die KPÖ wiederholt ihre Forderung an die Landesregierung, das gesamte Konzept zu überdenken.

Die Entscheidung für den Standort Stainach-Pürgg ist gefallen, weil die Anfahrtszeiten, die sich für den Großteil der Bevölkerung im Bezirk deutlich verlängern, geringer ausfallen als etwa in der Bezirkshauptstadt oder an einem der bisherigen Standorte. Dass der Baugrund kontaminiert ist, ist seit langem bekannt. Im Altlastenkataster des Umweltbundesamtes wird er als „Altlast Priorität 3“ ausgewiesen.

Claudia Klimt-Weithaler, Klubobfrau der KPÖ im Landtag: „Landesrat Drexler weiß zwar schon, wann das Spital fertig sein wird und gibt sogar eine Kostengarantie ab, aber die Bodenuntersuchungen beginnen erst im September. Das ist alles andere als glaubwürdig, weil sich Baukosten und Bauzeit massiv erhöhen könnten. Offenbar will vor der Landtagswahl niemand zugeben, dass das gesamte Projekt unausgegoren ist. Ich appelliere noch einmal an die Landesregierung, die Spitalsschließungen zu überdenken und einen Weg zu finden, der auch von der Bevölkerung mitgetragen wird.“

17. August 2019