Leitspital Liezen drohen massive Einbußen bei Ausstattung

Finanzieller Blindflug erklärt Ablenkung durch Neuwahlgetöse

Ein aufschlussreiches Interview mit Finanzlandesrat Anton Lang (SPÖ) ist heute in der Kleinen Zeitung erschienen. Darin gibt Lang zu, dass für das Leitspital, das „Leuchtturmprojekt“ der Landesregierung, noch keine Finanzierung gesichert ist. Diese soll „im Herbst“ geklärt werden. Dieses Eingeständnis ist auch in Hinweis, warum derzeit nur von Neuwahlen in der Steiermark gesprochen wird.

„Eine Neuwahl wäre für die Regierung bequem. Dann würde niemand mehr darüber reden, dass der massive Umbau der steirischen Gesundheitsversorgung ohne gesicherte Finanzierung durchgeführt wird.“ Darauf weist KPÖ-LAbg. Werner Murgg hin.

Die Schließungen der bestehenden Spitäler soll auf jeden Fall durchgeführt werden, während das Leitspital nicht einmal im Budget abgesichert ist. Und niemand weiß, wie sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im nächsten Jahr entwickeln. Festgelegt hat sich Spitalslandesrat Drexler lediglich auf ein Kostenlimit von 250 Mio. Euro, für das er sogar eine „Garantie“ abgegeben hat. Murgg: Wenn sich die Baukosten erhöhen, worauf vieles hindeutet, drohen folglich massive Einbußen bei Qualität und Ausstattung.“

29. August 2019