Leitspital: KPÖ ruft zu Rückkehr zur Vernunft auf

Neuwahl bietet Chance für einen Neuanfang der missglückten Spitalsreform

Erschreckende Verschlechterungen gibt es in der medizinischen Versorgung in der Steiermark. Neben der Abschaffung des Bereitschaftsdienstes in der Nacht werden auch die Krankenhäuser immer weiter ausgedünnt, ohne dass Alternativen vor Ort existieren. Die Volksbefragung in Liezen hat gezeigt, dass der Großteil der Bevölkerung die Zentralisierung der Versorgung nicht mitträgt.

Die KPÖ ruft anlässlich der Neuwahl des Landtags im November zu einer Rückkehr zur Vernunft in der Gesundheitspolitik auf. Bereits in der Sondersitzung des Landtags am 26. August appellierte KPÖ-LAbg. Werner Murgg an die Regierung, die Planungen bis zur Wahl warten zu lassen und keine Entscheidung vom Zaun zu brechen. Angesehen von der mangelnden Akzeptanz durch die Bevölkerung scheint auch das Bauvorhaben aus technischen Gründen nicht realisierbar zu sein – zumindest nicht innerhalb des vorgegebenen Kostenrahmens. Einen entsprechenden Antrag wird die KPÖ im Landtag einbringen.

„Vor einer Woche hat Finanzlandesrat Lang zugegeben, dass für das Leitspital nicht einmal die Finanzierung feststeht. Wenn sich die Baukosten erhöhen, worauf vieles hindeutet, drohen folglich massive Einbußen bei Qualität und Ausstattung. Es wäre sinnvoll und vernünftig, die Planungen und Vorbereitungen abzubrechen und den Diskussionsprozess neu zu starten – diesmal ohne vorgefertigtes Ergebnis, sondern unter Einbeziehung der Bevölkerung“, so Murgg.

2. September 2019