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Leiharbeiter: 700 bei Magna-Steyr abgebaut

Scharfe Kritik der steirischen KPÖ: "Neue industrielle Reservearmee"

„Die Meldung über den Personalabbau im Zusammenhang mit Magna-Steyr ist ein Kontrapunkt zum Wohlfühlwahlkampf der bestimmenden Grazer Rathausparteien. Dabei muss man bedenken, dass sich die Lage im kommenden Jahr noch stärker zuspitzen könnte“.
Das sagte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Montag. Parteder: „Nach meinen Informationen sind bei Magna insgesamt 700 Beschäftigte von Leiharbeitsfirmen abgebaut worden. So ist auch der Anstieg der Arbeitslosenzahl in Graz zu erklären. Die Benachrichtigung über den Personalabbau ist sehr kurzfristig erfolgt.
Es zeigt sich, dass unsere Warnung vor den Strategien internationaler Konzerne voll und ganz gerechtfertigt sind. Außerdem müssen sich die Verantwortlichen In Land und Stadt überlegen, ob sie nicht zu sehr auf ein einziges Unternehmen gesetzt haben.“

Die steirische KPÖ tritt dafür ein, das Geschäft der Konzerne mit den Leiharbeitsfirmen zurückzudrängen. Hier ist eine – schlechter bezahlte – industrielle Reservearmee entstanden, die noch stärker nach den Vorgaben der Profitmaximierung agieren muss als die Stammbelegschaften.
Peter Scherz, vor wenigen Tagen bestätigter GLB-Betriebsrat bei Magna-Steyr Graz, betonte in diesem Zusammenhang, dass der Erhalt der Arbeitsplätze in Graz für ihn Vorrang vor weltweiten Unternehmensstrategien hat.

19. November 2007