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Land überlässt Pflege privaten Betreibern

Landespflegeheim Knittelfeld steht halb leer

Ein Trakt des Landepflegezentrums Knittelfeld wurde im Jahr 2013 auf Grund von Brandschutzmängeln überraschend geschlossen. Ein großer Teil der BewohnerInnen wurde in andere Heime verlegt, was für diese Menschen sicherlich eine Belastung war. Auch MitarbeiterInnen waren betroffen, einige mussten den Arbeitsplatz wechseln.

Obwohl das Land die Mittel für den Umbau beschlossen hat ist nichts geschehen. Das ist uns aufgefallen und die KPÖ-Landtagsabgeordneten haben im Vorjahr eine Anfrage an ÖVP-Landesrat Christopher Drexler gestellt.

Die Anfragebeantwortung liegt nun vor. Statt der ursprünglich 86 BewohnerInnen werden nun nur mehr 46 Personen in Knittelfeld betreut. Die Einnahmen im Heim sind auf Grund der Teil-Schließung um rund 1,36 Millionen Euro zurückgegangen. Die Betriebsaufwendungen konnten aber nur um 784.000 Euro reduziert werden. Also ein großer Abgang durch die Nicht-Vollauslastung.

LR Drexler schreibt, dass „aufgrund der budgetären Situation des Landes die Baumaßnahmen in den anderen Häusern (Kindberg, Mautern und Bad Radkersburg) vorrangig durchgeführt werden.“ Er werde in absehbarer Zeit ein Gespräch mit dem Knittelfelder Bürgermeister führen.

Renate Pacher, KPÖ-Stadträtin in Knittelfeld: „Vor den Landtagswahlen haben uns SPÖ und ÖVP noch ein Loblied auf ihre Arbeit gesungen und dass das Budget nun Dank ihrer Bemühungen in Ordnung sei. Nach der Wahl erklärt man einfach es sei kein Geld da um bereits gefasste Beschlüsse umzusetzen. Das Land hat ein eigenes Pflegeheim und lässt es schon seit mehren Jahren zum Teil leer stehen, was Kosten verursacht. Das ist ein Skandal. Damit wird den privaten, gewinnorientierten Pflegeheimbetreibern in die Hände gearbeitet.“

26. Januar 2016